Triff Nela König

Bio-Image-_Nela-KoeningWie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Ich habe viele Jahre gemodelt und irgendwann wollte ich unbedingt die Seiten wechseln und mal hinter der Kamera stehen. Es war damals eine ziemliche Herausforderung, denn Fotografie schien eine Männerdomäne zu sein – es wurde auf Film gearbeitet und man stand viele Stunden in der Dunkelkammer. Ich habe erst einmal viele Monate lang gelernt wie man einen Film richtig belichtet … das fällt heutzutage ja alles weg.
 
 
 
Was ist Ihr fotografischer Schwerpunkt und was hat Sie motiviert, sich auf dieses Genre zu konzentrieren?

Ich liebe es, Menschen zu fotografieren! Das war mir von Anfang an klar, beim Lette Verein, an dem ich studiert habe, musste ich auch mit der Großbildkamera Architekturfotos machen – ein absoluter Graus für mich …. Porträts zu machen habe ich hingegen immer geliebt, ich denke man merkt recht schnell, was man kann, was einem gelingt.
 


 

Gab es besondere Schwierigkeiten oder Herausforderungen, sich als Frau in diesem fotografischen Markt zu etablieren?

Ja absolut. Als ich mit Anfang 20 anfing mich für die Fotografie zu interessieren, sagten alle männlichen Fotografen zu mir, dass Fotografieren etwas für Männer wäre – da ich die ganze Technik eh nie verstehen würde … Das hat mich zum Glück eher motiviert, ich wollte erst recht wissen wie es geht!
 


 

Was ist bisher Ihr größter Erfolg oder Ihre größte Herausforderung?

Das kann ich gar nicht so auf den Punkt bringen – ich glaube es ist überhaupt erstmal ein großer Erfolg seit vielen Jahren in diesem Beruf zu arbeiten und damit zufrieden zu sein. Ich habe tolle Musiker, Schauspieler, Celebrities fotografiert. Darauf bin ich sicherlich stolz. Ich arbeite seit Jahren an einem Bildband und es ist eine große Herausforderung, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, da es immer so viel anderes zu tun gibt!
 
Eine große Herausforderung für jeden Fotografen ist es bestimmt, sich richtig selbst zu promoten und in den Social Media Kanälen aktiv zu sein.
 


 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?

Mich inspirieren Menschen – oft sind es meine Freunde, manchmal zufällige Begegnungen, sehr oft meine Kinder und mein Mann. Ich beobachte außerdem gerne –
Reisen sind immer eine große Inspiration. Ich liebe es, in fremde Kulturen einzutauchen !
 


 

Was ist Ihre Herangehensweise? Gibt es etwas, was Sie während eines Shootings erreichen möchten (wie zum Beispiel bestimmte Gefühle auszulösen o.ä.) oder spezielle Techniken, die Sie verwenden?

Es geht immer darum den besonderen Moment einzufangen . Einen Blick zu erhaschen , der ehrlich ist und einen in die Seele blicken läßt ,so daß die Fassade für den Moment nebensächlich ist . Ich arbeite tatsächlich gerne mit selbstgebauten Licht , das funktioniert ganz wunderbar bei Portraits , es sind oft Neonlichter , die zum Einsatz kommen oder ein bestimmtes Arrangement von Glühbirnen.
 
Warum sind akkurate Farben in Ihrem Workflow wichtig?

Ich mache viele Portraits – falsche Hautfarben sind fürcherlich. Das ganze Bild funktioniert nicht mehr, wenn die Haut Pink oder z.B. rotstichig ist. Außerdem arbeite ich auch gerne mit Neonlichtern oder manchmal auch Glühlampen, da ist es immer eine besondere Herausforderung , dass die Farben stimmen .
 


 

Haben Sie Tipps oder Ratschläge für Fotografen, die am Anfang ihrer Karriere stehen?

Ich glaube, dass es wichtig ist, erstmal wirklich das Handwerk zu lernen. Jeder kann heutzutage ein richtig belichtetes scharfes Bild machen, aber das heißt ja leider noch nichts.
 
Bei einem Fotografen zu assistieren ist sicherlich eine gute Idee. Und man sollte herausfinden, wo sein Talent liegt und sich dann genau darauf konzentrieren.

 

Kurzvita: 
Geboren in Berlin , aufgewachsen in Venezuela, Singapore , Tokyo , Sydney ,

Studium am Lette Verein Berlin

seit 1999 selbständige Fotografin in Berlin und Los Angeles

 

Website: www.nelakoenig.com

Instagram: @nelakoenig