Meet Marianne Taylor

Datacolor lädt Fotografinnen zur Teilnahme an PhotograpHER ein, einer Kampagne, die Frauen in der Fotografie feiert.

 

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

 

Marianne Taylor_01Marianne-Taylor-Photography-0008Es fühlt sich an, als wäre die Fotografie schon immer Teil meines Lebens gewesen. Meine erste Kamera bekam ich im Alter von 11 Jahren und seitdem hat mich das Thema Fotografie nicht mehr losgelassen. Ende der 90er Jahre habe ich mit der professionellen Fotografie begonnen und überwiegen Porträts zu Schul- oder Studienabschluss und die ein oder andere Hochzeit fotografiert. Danach aber habe ich gute 10 Jahre als Designerin für Zeitschriften gearbeitet und die Fotografie als mein geliebtes Hobby gepflegt. Im Jahr 2008 habe ich meine jetzige Firma gegründet und der Rest ist Geschichte.

 

Was ist Ihr fotografischer Schwerpunkt und was hat Sie motiviert, sich auf dieses Genre zu konzentrieren?

 

Bis zum letzten Jahr habe ich mich auf Hochzeiten und Paarfotografie konzentriert. Ich war (und bin immer noch) fasziniert von zwischenmenschlichen Beziehungen und es war mir ein Anliegen, diese menschlichen Geschichten durch meine Fotografie zu erzählen. Dann bekam ich gesundheitliche Probleme und die Begleitung von Hochzeiten wurde für mich als Vollzeit-Job schwierig. Daher habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mein Fotografie-Business diversifizieren kann, ohne weiterhin so viel reisen zu müssen. Da es mir wichtig war, von zu Hause zu arbeiten, bin ich bei der Produkt- und Lifestyle-Fotografie gelandet, die ich aus meinem kleinen Heimstudio in Cornwall betreibe. Es war ein längerer Weg, der das Ausprobieren vieler verschiedener Dinge beinhaltete, aber jetzt fühle ich mich in diesem Genre zu Hause und das neue Geschäftsmodell finde ich sehr kreativ und erfrischend. Ich befinde mich noch ziemlich am Anfang, aber einige Dinge nehmen Fahrt auf, was ziemlich aufregend ist.

 

 

Gab es besondere Schwierigkeiten oder Herausforderungen, sich als Frau in diesem fotografischen Markt zu etablieren?

 

Als ich Hochzeiten fotografierte, gab es wenige weibliche Fotografen und es schien, als wären die klassischen Hochzeitsfotografen Männer. Ich glaube, dass der weibliche Blickwinkel mir dabei geholfen hat, eine starke Marke zu bilden und mich schon früh von anderen Fotografen zu differenzieren. Es gab ein paar Begegnungen mit Menschen, die eine seltsame Einstellung gegenüber Frauen in „technischen“ Berufen hatten. Ich erinnere mich an einen Fall, in dem ein männlicher Videograf auf derselben Hochzeit arbeitete wie ich und gefragt wurde ob „diese kleine Dame“ ihn bei allen seinen Aufträgen unterstützen würde. Solche Aussagen kann man nicht besonders ernst nehmen, aber es überrascht mich doch immer wieder wenn ich damit konfrontiert werde.

 

 

Was ist bisher Ihr größter Erfolg oder Ihre größte Herausforderung?

 

Mein größtes Hindernis bisher waren definitiv meine Gesundheitsprobleme. Wenn man selbstständig ist, gibt es keine Krankheitstage und niemand anderes erledigt deine Arbeit für dich. Daher muss man einen Weg finden, seine Arbeit irgendwie zu erledigen, damit man Essen auf den Tisch bringen kann. Das ist tatsächlich ein angsteinflößendes Gefühl. Nach außen hin scheint mein größter Erfolg der Gewinn des Titels bei den Awards für den besten nationalen Hochzeitsfotografen, aber ich persönlich sehe das nicht so. Neben zufriedenen Kunden liegt der größte Erfolg für mich darin, dass ich nicht aufgegeben habe und hartnäckig nach einer neuen Ausrichtung für meine Fotografie gesucht habe, die sich nun bezahlt macht.

 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?

 

Ich ziehe viel Inspiration aus Filmen und Musik. Ich werde niemals müde, mich an neuen Farbkombinationen zu erfreuen oder daran, wie jemand in einem Film oder Bild das Licht auf für mich neue Art setzt. Musik öffnet eine neue Bilderwelt, die von innen kommt, und das auf eine Art wie es sonst nur Träume können, allerdings bist du selbst in der Lage, durch den Gedankenprozess zu führen.

 

 

Was ist Ihre Herangehensweise?  Gibt es etwas, was Sie während eines Shootings erreichen möchten (wie zum Beispiel bestimmte Gefühle auszulösen o.ä.) oder spezielle Techniken, die Sie verwenden?

 

Auf Hochzeiten oder bei Paaren geht es immer darum, etwas Echtes herauszuarbeiten. Ich liebe Bewegung, egal ob physischer oder emotionaler Natur, einfach etwas, das man im Innern spürt. Bei meiner Produktfotografie dreht sich alles um Farbe und Komposition. Es fühlt sich an als würde ich in einem Süßigkeitengeschäft spielen, ohne dass mir jemals schlecht würde, weil ich zu viel Zucker gegessen habe.

 

Warum sind akkurate Farben in Ihrem Workflow wichtig?

Präzise Farben sind wichtig, damit ich einen konsistenten Stil erreichen und meine Bildbearbeitungszeit reduzieren kann. Bei Produkten ist es auch wichtig, dass die Farben der Produkte so wahrheitsgetreu wie eben möglich wiedergegeben werden, auch dann, wenn die gesamte Szene von hellen Farben erleuchtet ist.

 

Haben Sie Tipps oder Ratschläge für Fotografen, die am Anfang ihrer Karriere stehen?

 

Sie sollten sich klar machen, dass die meisten Fähigkeiten, die Sie benötigen, nichts mit Fotografie zu tun haben. Sie werden Geschäftsinhaber sein, viele verschiedene Aufgaben wahrnehmen und Kompetenz auf vielen Feldern aufweisen müssen, etwa im Marketing, Vertrieb und beim Cashflow-Management.

 

Website: Werbung: www.mariannetaylor.co.uk / Paare, Familien & Hochzeiten: http://mariannetaylorphotography.co.uk

Twitter:  http://twitter.com/mnoo

Instagram: Werbung: http://instagram.com/mariannetaylor / Paare, Familien & Hochzeiten:  http://instagram.com/mariannetaylorphotography/

Facebook: http://facebook.com/MarianneTaylorPhotography