Nur wenig verbleibende Sehkraft – Farbkalibrierung hat mich gerettet

Von Ted Tahquechi
 
ttahquechi_selfportMein Name ist Ted Tahquechi und bin ein in Denver, Colorado, lebender Fotograf, der einige Auszeichnungen erhalten hat. Ich habe einen Abschluss in Fine Art Fotografie und bin mittlerweile fast blind. Seit 1986 liebe ich die Fotografie. Damals war ich noch auf dem College und habe mit Schwarz-Weiß-Filmen fotografiert und diese auch selbst entwickelt. Mit meiner Kamera habe ich Augenblicke von Familienurlauben oder meinen Kindern festgehalten. 1999 hat mir ein Autounfall meine Sehkraft bis auf 5% genommen und mich so dazu gezwungen, meinen Traumjob in der Videospiel-Branche aufzugeben. Ich habe meine Kamera wieder in die Hand genommen und sie eingesetzt, um alltägliche Momente um mich herum einzufangen und sie dann später als Großbild auf dem Computerbildschirm zu betrachten.

 

 

Mit nur wenig verbleibender Sehkraft habe ich erneut die Schulbank gedrückt und mein Fotografie-Studium beendet. In dieser Zeit kam mir auch die Inspiration für meine Serie „Landscapes of the Body“ (http://www.bodyscapes.photography/). Meine Augen lassen mich bei einer Distanz von gut 7cm im Stich und dann sehe ich überwiegend schwarz, mit etwas Licht und Schatten, Tiefen und Spitzlichtern. Ein Mensch sieht für mich aus wie ein großer, farbiger Fleck und ich kann keine Gesichtszüge erkennen. Aus diesem Grund habe ich mich für eine andere Herangehensweise an Porträts entschieden und beschlossen, mich auf andere Körperteile als das Gesicht zu konzentrieren. Die Serie „Landscapes of the Body“ hat sich im Lauf von sechs Jahren zu dem entwickelt, was sie heute ist: eine abstrakte, nicht-pornografische Porträtserie, die negativen Raum, Form und Gestaltung umfasst und meine verbleibende Sehkraft darstellt. Die Sammlung ist körper-bejahend und zeigt sowohl professionelle als auch Amateur-Modelle, männlich und weiblich, im Alter von 19 bis 76 Jahren. „Landscapes of the Body“ zelebriert als Bilderwelt Körperformen, Alter und ethnische Vielfalt.

 

Die Erstellung eines Bildes ist für mich ein methodischer Prozess. Eine Komposition erfordert, dass ich den Sucher akribisch absuche und mir ein Bild im Vorfeld genau vorstelle, bevor ich es fotografiere. Ich shoote tethered direkt in ein MacBook und mein Lichtsetup besteht ganz unkompliziert aus einem einzigen Photoflex Monobloc-Stroboskop und einem Silber-/Gold-Reflektor. Meine Kamera ist derzeit eine Canon 5dMKIV mit einem 24-105L und einem 70-200L is II Objektiv. Die Kamerakalibrierung nehme ich mit dem SpyderLENSCAL vor, mit dem ich präzise Fokuseinstellungen vornehmen kann, so dass meine Bilder knackscharf werden.

 

 

Eine meiner größten Herausforderungen besteht in einem konsistenten Look meiner Bilder, egal wann und mit welcher Kamera ich sie aufgenommen habe. Seit dem Start des Projekts hat sich die Technologie von Kameras und Druck selbstverständlich weiterentwickelt. Meine frühen Aufnahmen entstanden mit einer Canon 7D, von der ich zu einer Canon 5DMKIII und schließlich zu einer Canon 5DMKIV gewechselt bin, die ich noch heute einsetze. Die Konsistenz meiner Bilder ist extreme wichtig für mich, vor allem was Farbe, Helligkeit und Kontrast betrifft.

 

Auf die Monitorkalibrierungstechnologie von Datacolor Spyder verlasse ich mich schon seit Jahren als mein Netz und doppelten Boden. Ihr verdanke ich den natürlichen Look meiner Bilder. Ursprünglich hatte ich den Spyder3 im Einsatz, wechselte dann zur 4. Generation und nun setze ich in meinem täglichen Workflow auf den Spyder5. Die Spyder-Monitorkalibrierungstechnologie hilft mir, die Brücke zwischen meiner verbleibenden Sehkraft und meinem Anspruch zur Erstellung wunderschöner Bilder zu schlagen. Eine korrekte Display-Kalibrierung sorgt dafür, dass meine Bilder optisch zueinander passen, die Unterschiede zwischen verschiedenen Kamerasensoren ausgleichen und meine fehlende Sehkraft kompensieren.

 

 

Für mich ist die Monitorkalibrierung nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem tollen Bild. Seit 2010 habe ich im SpyderCHECKR ein unschätzbares Werkzeug, das immer Teil des ersten Fotos ist, das ich mache. So stelle ich sicher, dass meine Bilderserien korrekte und konsistente Farben haben, auch wenn ich nicht alles sehen kann.

 

Unabhängig von dem Projekt, an dem ich gerade arbeite, ist es mir enorm wichtig, dass mein gesamter Workflow kalibriert ist, die Farben bei jedem Schritt innerhalb dieses Prozesses präzise angezeigt werden und damit echte Farbkonsistenz herrscht, die eine zusammenhängende Arbeit ermöglicht – egal, ob meine Bilder am Ende in Farbe oder Schwarz-Weiß veröffentlicht werden.