Mit zunehmendem ISO-Wert nehmen Farbtreue und Farbintensität ab. Was tun?

Moderne Kameras können mit hohen ISO-Werten inzwischen ganz gut umgehen. Die Sensoren arbeiten aber am besten bei niedrigen ISO-Einstellungen, was bedeutet, dass die Farbtreue mit zunehmendem ISO abnimmt. Farben sehen dann oftmals weniger natürlich und weniger gesättigt aus.

 

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Mit Hilfe von Werkzeugen wie dem SpyderCHECKR oder SpyderCHECKR24 kannst du auch bei hohen ISO-Werten die Farben wieder herstellen. Diese beiden Werkzeuge sind nichts anderes als Farbkarten, die der SpyderCHECKR Software Referenzwerte dafür liefern, wie die Farben eigentlich aussehen sollten. Die SpyderCHECKR Software erzeugt daraus Voreinstellungen (Presets) zur Farbkorrektur, damit die Farben wieder natürlich aussehen.

 

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Um eine Voreinstellung für einen hohen ISO-Wert zu erstellen, nimm Bilder mit jeder deiner Kamera-Objektiv-Kombinationen auf. Die Fotos bei entsprechend hohem ISO-Wert müssen natürlich das Farbchart enthalten. In der Regel handelt es sich bei hohen ISO-Werten um Einstellungen jenseits der ISO 1600. Wähle eine Einstellung, die du üblicherweise für Bilder bei hohem ISO verwenden würdest. Mit den entstandenen Fotos erstellst du dann deine eigene Voreinstellung in der SpyderCHECKR Software und wendest diese Voreinstellung immer dann an, wenn du diesen hohen ISO-Wert verwendest. Das hilft dabei, auch dann die realistische Farbwiedergabe zu erhalten, wenn du deine ISO-Einstellung erhöhst.

 

In der Lowlight- oder Available-Light-Fotografie wird häufig, um einen bestimmte Lichtstimmung zu erhalten, ohne Blitz fotografiert. Das führt dazu, dass die Aufnahmen häufig je nach Lichtsituation und Motiv innerhalb einer Serie mit unterschiedlichen ISO-Einstellungen gemacht werden. In der gezeigten Food-Serie kommen INSO-Werte von 100-1600 ISO zum Einsatz.