Meet Brenda Tharp

Brenda Pic_JDM6723fullsizeBrenda Tharp ist Fotografin, Autorin, Rednerin und Lehrerin. Ihre Fotografien, die sich den Themen Natur und Reisen widmen, sind in den USA bei Privatsammlern sehr beliebt und zieren weltweit viele Häuser und Büros.
 
Die beliebte Workshop-und internationale Reiseleiterin hält regelmäßig bei Foto-Events Vorträge über Technik und Kreativität- Sie ist Autorin und Fotografin der Werke “Expressive Nature Photography” (wird im Juli 2017 veröffentlicht), “Creative Nature and Outdoor Photography” und Co-Autorin von “Extraordinary Everyday Photography”.
 
Ihre Stock-Fotografien finden sich in der kommerziellen Werbung, in Prospekten, Büchern, auf Kalendern und Grußkarten. Regelmäßig ist sie unter den Top 100 der Fotowettbewerbe und des Magazins von NANPA (North American Nature Photography Association).
 


 

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Nach vielen Jahren in der Geschäftswelt habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Davor hatte ich bereits an vielen Kunstausstellungen und Wettbewerben teilgenommen. Zunächst habe ich als kommerzielle und redaktionelle Fotografin gearbeitet und Aufträge für Magazine, Bücher, Agenturen und Designerunternehmen angenommen, die sehr vielfältig waren. Es hat allerdings nicht lange gedauert und ich habe mich wieder zurück auf das besonnen, was ich am meisten liebe – Landschafts-, Natur- und Reisefotografie. Ich fing an, für Magazine und Verlage zu arbeiten und mich der Stock-Fotografie zu widmen.

 

Was ist Ihr fotografischer Schwerpunkt und was hat Sie motiviert, sich auf dieses Genre zu konzentrieren?

Die meisten meiner Arbeiten sind Landschafts-, Natur- und Reisefotografien, die sowohl die Realität als auch ihr künstlerisches Abbild zeigen können, aber ich beschränke mich nicht nur darauf. Einige meiner Fotografien zeigen „die Freude am Sehen“ – in ihnen feiere ich das Licht, Formen, Gesten und Texturen der mich umgebenden Welt, egal ob diese natürlich oder künstlich erschaffen wurde. Meine Zielgruppe ist der Fine-Art-Markt, aber ich biete auch ausgewählte Bilder zur Lizensierung an.

 

Gab es besondere Schwierigkeiten oder Herausforderungen, sich als Frau in diesem fotografischen Markt zu etablieren?

Bei meinen Aufträgen habe ich nie wirklich Schwierigkeiten bemerkt. Aber wenn man als Landschaftsfotografin Beachtung finden möchte, ist es am Anfang etwas herausfordernder. Die meisten Outdoor- und Landschaftsmagazine zeigen viel häufiger die Arbeit männlicher Landschaftsfotografen. Sicher ist ein Teil dessen auch dem früher geringeren prozentualen Anteil der Frauen im Bereich der Outdoorfotografie geschuldet, wodurch die Männer das Netzwerk der Verlage dominiert haben, die diese angesprochen haben. Das hat sich jedoch stark verändert und ich freue mich sagen zu können, dass Frauen mehr und mehr Anerkennung im Genre der Outdoorfotografie finden. Ich glaube, dass die sozialen Netzwerke dazu beigetragen haben, weil wir nicht mehr darauf angewiesen sind, dass unsere Arbeit in Magazinen veröffentlicht wird, sondern jeder selbst dafür sorgen kann, dass seine Arbeit von vielen Menschen online gesehen wird, egal ob Männlein oder Weiblein. Das hat vielen Frauen dazu verholfen, stärker wahrgenommen zu werden als jemals zuvor.

 

Was ist bisher Ihr größter Erfolg oder Ihre größte Herausforderung?

Mein größter Erfolg bis dato ist, dass ich Bücher über Fotografie geschrieben habe, die sich gut verkaufen. Meine größte Herausforderung? Ich selbst! Ich glaube, am schwersten ist es für mich, mich selbst zu vermarkten. Es ist schwer, mit seinen Auftragsarbeiten beschäftigt zu sein und gleichzeitig daran zu denken, konstant sich selbst und seine Arbeit zu bewerben. Im heutigen, umkämpften Markt ist es sehr wichtig, immer wieder auf sich aufmerksam zu machen und von so vielen Menschen wie möglich wahrgenommen zu werden.

 


 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?

Anstatt Namen zu nennen, die mich inspirieren, von denen es viele – sowohl Männer als auch Frauen – gibt, möchte ich die Wildnis und die Natur als Inspiration nennen – hier, umgeben von Schönheit, fühle ich mich am stärksten mit der Welt verbunden. Außerdem inspiriert es mich, neue Orte zu sehen und ich mag die frischen Aspekte, die sie auf meine Kreativität übertragen.

 

Was ist Ihre Herangehensweise? Gibt es etwas, was Sie während eines Shootings erreichen möchten (wie zum Beispiel bestimmte Gefühle auszulösen o.ä.) oder spezielle Techniken, die Sie verwenden?

Ich versuche, das auszudrücken, was ich erlebt habe, was ich vor Ort gefühlt habe. Egal ob es die dramatische Schönheit einer Landschaft oder Licht und Schatten an einem Ort sind, mein Ziel ist dasselbe – die Erfahrung so in das Bild zu übersetzen, dass das entsprechende Gefühl hoffentlich beim Betrachter ausgelöst wird.

 

Warum sind akkurate Farben in Ihrem Workflow wichtig?

Was ich erstellt habe und auf meinem Monitor sehe, soll korrekt in den Druck übertragen werden. Egal ob es die wahren Farben der Natur oder eine künstlerische Interpretation von etwas ist – das, was ich sehe, möchte ich auch im Druck bekommen.

 

Haben Sie Tipps oder Ratschläge für Fotografen, die am Anfang ihrer Karriere stehen?

Haben Sie Ausdauer und Geduld, es ist ein hart umkämpfter Markt da draußen. Setzen Sie sich ein Ziel für Ihre Karriere und zeigen Sie nur Ihre allerbesten Arbeiten. Denken Sie daran, dass persönliche Beziehungen immer noch das Herzstück für Ihre Karriere bedeuten, auch wenn Sie die sozialen Netzwerke nutzen, um Ihre Karriere zu beschleunigen.

 

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