Datacolor Fotowettbewerb zur Reise- und Landschaftsfotografie 2017 – Tobias Gawrisch

Einleitung:
 
Im Rahmen des Datacolor Fotowettbewerbs zur Reise- und Landschaftsfotografie, der im Sommer 2017 stattgefunden hat, haben wir viele hervorragende Fotos von tollen, engagierten Fotografen erhalten. Der Jury ist die Auswahl der fünf Gewinner des Wettbewerbs nicht leicht gefallen, haben doch viele Fotos eine Platzierung unter den Top-Bildern verdient. Um die wunderbaren Aufnahmen entsprechend zu würdigen, rücken wir in unserem Blog daher immer wieder einzelne Einsendungen in den Fokus, stellen den Menschen hinter der Kamera vor und lassen sie oder ihn erzählen, wie das Bild entstanden ist.

 

 

Name: Tobias Gawrisch
 
Kurzvita: Geboren 1988, aus Mülheim an der Ruhr, seit 2007 fotografisch unterwegs. Im Januar 2015 habe ich mein Gewerbe als Fotograf angemeldet, zuerst als Nebengewerbe und seit April 2017 hauptberuflich. Ich arbeite in den Bereichen Architekturfotografie, Food Fotografie, Tierfotografie und in der Erstellung von Zeitrafferaufnahmen.

 

Wann und wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
 
Ich habe 2007 in der Schulzeit mit dem Fotografieren angefangen, vornehmlich als Möglichkeit, die Erinnerungen an die Abschlusszeit festzuhalten. Damals noch mit einer kleinen Kompaktkamera habe ich trotzdem schnell die Lust an künstlerischen Arbeiten entdeckt. Durch zahlreiche Reisen nach dem Abitur trat die Fotografie immer stärker in den Vordergrund und hat sich schließlich zu der Leidenschaft entwickelt, die ich auch als Beruf ausüben möchte.

 

Betreiben Sie die Fotografie als Hobby oder verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt damit?
 
Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit der Fotografie.

 

Wie und wo ist dieses von Ihnen zum Fotowettbewerb eingereichte Bild entstanden? Gibt es eine Geschichte dazu?
 
Das Bild ist an der Saarschleife in Mettlach entstanden. Es war ein Ausflug mit 2 befreundeten Fotografen mit dem Ziel, die Milchstrasse über der Saarschleife zu fotografieren. Wir sind Abends an dem Standort angekommen und bis zum Sonnenaufgang dort geblieben. In der Nacht entstanden dann diverse Aufnahmen der Milchstrasse. Zum Sonnenaufgang wurde es auf einmal voll. Waren wir nachts noch ganz alleine dort, trafen ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang diverse, weitere Fotografen dort ein, um die Sonne über den Hügeln aufgehen zu sehen.
Das entstandenen Bild vereint diesen kompletten Ausflug in einem einzigen Bild. Von der Nacht mit der Milchstrasse bis hin zum Sonnenaufgang erzählt dieses eine Bild die Geschichte eines viel längeren Zeitraums. Dazu wurden die Aufnahmen im Nachhinein kombiniert, um die Milchstrasse und die aufgehende Sonne zeitgleich im Bild haben zu können.

 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?
 
Die Welt um mich herum. Mit der Zeit habe ich gelernt, in allem potenzielle Motive zu finden. Mich reizt die Möglichkeit, durch meine Fotografie mehr von der Welt darzustellen, als es uns möglich ist zu sehen. Deshalb kombiniere ich auch Fotos und realisiere so fantastische Bilder, die nicht mehr zwingend der Wirklichkeit entsprechen müssen. Die Wirklichkeit ist mir zu langweilig, denn ich sehe sie tagtäglich um mich herum. Mit meiner Fotografie möchte ich mehr als nur die Wirklichkeit visualisieren.

 

Wo liegen Ihre fotografischen Schwerpunkte?
 
Schwerpunktmäßig arbeite ich in den Bereichen Architekturfotografie, Food Fotografie und Tierfotografie, vornehmlich Haustiere (Hunde und Katzen). Die Zeitrafferfotografie nimmt ebenfalls einen zunehmend größer werdenden Teil meiner Arbeit ein. Landschaftsfotografie ist dagegen eher eine Art Ausgleich, ein Hobby in meinem Beruf als Fotograf.

 

Was ist Ihr nächstes fotografisches Projekt, Ihre nächste Herausforderung?

Ich arbeite kontinuierlich an neuen Videotrainings und Workshops, um mein Wissen mit so vielen fotobegeisterten Menschen wie nur möglich zu teilen und gleichzeitig als Fotograf Leben und Arbeiten zu können. Konkret arbeite ich aktuell an einem neuen Kurs zum Thema „Langzeitbelichtungen am Tag“.

Als Fotomotiv ist das nächste, große Projekt Aus mehrtägiger Ausflug nach Valencia, um die dortigen Bauwerke von Santiago Calatrava zu fotografieren.

 

Welche Rolle spielt Farbmanagement in Ihrem fotografischen Workflow?
 
Eine wichtige, wenn auch nicht übermäßig präsente Rolle.
Gerade für den Druck von großformatigen Bildern ist es wichtig, ein sauberes Farbmanagement zu haben, um sich auf die Druckergebnisse auch verlassen zu können. Für die Verbreitung von Bildern über Social Media spielt Farbmanagement dagegen für mich nur eine untergeordnete Rolle, da es einfach zu viele Geräte gibt, auf denen meine Bilder dann wiederum ohne Farbmanagement betrachtet werden. Ich kann die komplette Kette dort nicht kontrollieren. Für den Druck hingegen ist der kalibrierte Monitor und das richtige Farbprofil unerlässlich.

 

 

Was machen Sie mit ihren entstandenen Bildern, werden sie z.B. gedruckt, erstellen Sie ein Fotobuch, posten Sie sie in sozialen Netzwerken und auf Ihrer Website oder bleiben Sie einfach nur auf der Festplatte Ihres Rechners?
 
Meine Lieblingsbilder werden großformatig auf Trägermedien wie Aludibond oder Forexplatten gedruckt und aufgehängt. Fotobücher würden bei mir ebenso im Regal verschwinden wie die Bilder auf den Festplatten es auch früher oder später tun. Natürlich werden alle neuen Arbeiten von mir auch auf Social Media Plattformen gepostet und geteilt, das höchste Ziel ist aber die Veredelung als großformatiges Wandbild. Nur schade, dass man nicht unbegrenzt Wandfläche zur Verfügung hat!

 

Was möchten Sie fotografisch erreichen, wovon träumen Sie?
 
Ich habe eine ganze Liste mit fotografischen Zielen, die auf der ganzen Welt verteilt liegen. Diese Ziele alle einmal abzuarbeiten ist sicherlich mein größter Traum!
 
Etwas kurzfristiger, aber dennoch ein großer Traum wäre es, ein zweites Buch zu einem fotografischen Thema zu veröffentlichen. Schreiben ist schon mein Leben lang ebenfalls eine große Passion von mir gewesen, weshalb ein Buch immer eine große Ehre für mich ist.

 

Website: https://crtvty.de
 
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