Drucke sind dunkler als auf der Monitoranzeige

By John Walrath

 

Wenn Ihr Druck zu dunkel ist, ist häufig die Helligkeit oder Luminanz Ihres Monitors für dieses Problem verantwortlich. Für eine bestmögliche Konsistenz von Bildschirm und Druckergebnis sollten Sie die Helligkeit Ihres Displays auf 100-120 cd/m2 einstellen.

 

Ihr Monitor arbeitet im additiven Farbmodell, währen Ihr Drucker subtraktiv arbeitet. Alle Farben mit 100% auf einem Punk ergeben auf Ihrem Monitor die Farbe weiß. Das gleiche produziert mit Ihrem Drucker resultiert in tiefem Schwarz.

 


 

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass Ihr Monitor mit einer Lichtquelle arbeitet (Luminanz). Ihr Ausdruck reflektiert jedoch lediglich das Umgebungslicht. Wenn nun Ihr Monitor Bilder heller darstellt als der Ausdruck ist, dann scheint der Monitor zu hell eingestellt zu sein. Kalibrieren Sie bitte deshalb Ihren Monitor mit der Funktion „Umgebungslicht kompensieren“ (in Spyder5Pro oder Spyder5Elite verfügbar) und verdunkeln Sie Ihren Raum wenn möglich auf einen sehr abgeschatteten Level. Spyder sollte dann während der Kalibrierung vorschlagen auf 120 cd/m2 zu kalibrieren. Eine Faustregel besagt, wenn Sie einen kleinen Artikel in der Tageszeitung noch lesen können, sind die Raumlichtverhältnisse in Ordung. Können Sie aber eine ganze Zeitungsseite, ohne dass dabei das Auge zu sehr angestrengt wird, lesen, ist das Raumlicht noch zu hell.

 

Um die Luminanz zu reduzieren, benutzen Sie bitte den Hintergrundlicht-Regler oder Backlight-Regler.

 

 

An manchen Monitoren wird dieser Backlight-Regler aber auch Helligkeit-Regler genannt, obwohl es ein Backlight-Regler ist. Versuchen Sie einfach diesen Regler auf den niedrigsten Wert einzustellen und beobachten Sie das Menü, welches vom Monitor selbst eingeblendet wird. Wenn dieses Menü ebenfalls dunkler wird, so handelt es sich hier um einen Backlight-Regler. Bleibt dieses Menü aber so hell wie zu Beginn und nur Ihr Windows oder Mac OS dahinter wird dunkler, dann ist es ein echter Helligkeitsregler.

 

Mit Ihrem so auf 120 cd/m2 kalibrierten Monitor, sollten Ihre Bilder nun viel dichter an der Helligkeit von Ausdrucken liegen.

 

 

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Druck bei ausreichender Helligkeit und passender Farbtemperatur begutachten. Wir empfehlen Ihnen, den Druck direkt unter einer Tageslichtlampe zu betrachten. Zudem sollten Sie dem Druck 10-15 Minuten Zeit zum Trocknen geben, bevor sie ihn final bewerten.

 

Die Konsistenz von Monitor und Druck kann von verschiedenen Faktoren abhängen, darunter von den gewählten Einstellungen zur Monitorkalibrierung, vom verwendeten Papier, dem Drucker und der Qualität des Profils für die gewählte Papier-Drucker-Kombination. Die Problematik stellt sich somit jedesmal, wenn Sie selbst drucken oder wenn Sie einen Druckdienstleister beauftragen, sei es beim Druck eines Flyers eines Fotobuchs oder FineArt-Prints. Wenn Sie sichergehen möchten, dass Sie das qualitative beste Profil einsetzen, erstellen Sie am besten mit einem Produkt wie dem SpyderPRINT ihr eigenes Drucker-Profil.
Weitere Informationen für den Weg zur besten Übereinstimmung von Monitor und Druck finden Sie in unseren Bedienungsanleitungen, die Schritt für Schritt durch den Prozess führen.