Meet Laura Helena Rubahn

Laura_Helena_Rubahn-bioWie sind Sie zur Fotografie gekommen?
 
Zur Fotografie kam ich bereits während meiner Schulzeit wenn auch erst in der 11. Klasse durch einen Bekannten. Es war allerdings schon immer so dass ich sehr kreativ war. Gezeichnet habe ich seit meinem 3. Lebensjahr. Zuerst stand ich eher vor der Kamera dies verlor jedoch schnell seinen Reiz als ich das erste Mal eine Kamera in die Hand bekam. Mir wurde schnell bewusst dass ich mich hier noch kreativer verwirklichen kann. Schnell war klar, ich wollte die Fotografie beruflich ausüben. So legte ich meine weitere schulische Bildung danach aus.

 
 
 
 

Was ist Ihr fotografischer Schwerpunkt und was hat Sie motiviert, sich auf dieses Genre zu konzentrieren?
 
Der Bereich in dem ich jetzt seit 7 Jahren tätig bin nennt sich inszenierte Fantasy  & People Fotografie. In sehr kurzer Zeit ist es mir gelungen die fotografische Welt durch einen eigenen Stil zu prägen. Dieser hat nichts mit der Realität zu tun. Ich lade die Menschen zum Träumen ein und gebe ihnen die Möglichkeit in eine Welt der Fantasie abzutauchen. Was war meine Motivation? Ich würde eher sagen es war mein Gefühl was mich geleitet hat. Mir war es schon immer wichtig mein Leben zu leben und es zu genießen. Menschen zu verzaubern, zu inszenieren, selbst Kostüme zu designen &  für meine Shootings und Workshops um die Welt zu reisen das erfüllt und motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Ästhetik war schon immer ein wichtiges Thema für mich und in diesem Genre ist es mir möglich meine Gedanken zu verbildlichen, Geschichten zu erzählen und mich selbst zu verwirklichen. Ich bin nicht nur Fotografin, ich bin Künstlerin und gebe weltweit mein Wissen als Trainerin in Workshops und Vorträgen weiter. Und auch wenn ich dieses Genre liebe bin ich aktuell an einem Punkt wo es mir nicht mehr genügt nur ästhetische Bilder machen.  Schon immer war es mein Wille mehr zu erreichen, nicht für mich selbst sondern auch in Bezug auf Umwelt oder Naturschutz. Nur Luxus zu verkaufen und mein Wissen weiterzugeben reicht nicht mehr. Daher starten mein Partner und ich noch in diesem Jahr mit einem neuen Projekt, welche sich zwar noch in der inszenierten Menschenfotografie bewegt aber welches eben der Umwelt zu Gute kommen soll.
 
Dieses Projekt nenn sich  Projekt Mother und hier werden wir weltweit Frauen in den schönsten und schützenswerten Landschaften inszenieren um die Menschen wieder zu sensibilisieren, was wir an unserem Planeten haben.  Damit wollen wir dann den Naturschutz unterstützen  und mein Fokus im Bereich der Fotografie wird sich verändern.
 
Es ist schön in einem Bereich erfolgreich zu sein und sagen zu können hier hat man es weit gebracht, doch das Wachsen und entwickeln sollte niemals enden, deswegen muss man sich meiner Meinung nach immer wieder neue Ziele setzten. Diese können dann auch damit einhergehen das Genre zu wechseln.

 

 

Gab es besondere Schwierigkeiten oder Herausforderungen, sich als Frau in diesem fotografischen Markt zu etablieren?
 
Ich weiß nicht ob es als Mann ähnliche Schwierigkeiten gibt wenn man in so einem extravaganten Stil arbeitet.  Am Anfang wurde ich für meine märchenhaften Bilder eher belächelt. Gerade in der Technikdomäne nahm man mich nicht ernst. Ich war das kleine süße Blondchen was halt ganz gut war sich in Facebook zu vermarkten. Der Stil wurde lange nicht ernst genommen aber ich machte einfach weiter das was mir Spaß machte und ließ mich nicht beirren. Manche Kommentare oder Mails haben mich schon getroffen aber ich hielt einfach fest an meinen Zielen und Kämpfte mich nach oben unbeirrt von Steinen und Vorurteilen die man mir vor die Füße warf. Heute kann ich nur sagen dass sich mein Dickkopf gelohnt hat. Ich habe mir meiner Stilrichtung alles erreicht. Manche Dinge habe ich mir nicht Mal in meinen kühnsten Träumen vorgestellt.

 

Was ist bisher Ihr größter Erfolg oder Ihre größte Herausforderung?
 
2012  besuchte ich zum ersten Mal in meinem Leben die Photokina, damals war ich noch Schülerin der Fachschule für Fotografie.  Hier kam ich das erste Mal mit dem Berufsbild Trainer in Berührung. Menschen die im Bereich der Fotografie und Bildbearbeitung ihr Wissen weitergaben hielten Vorträge vor Massen von Menschen. Ich war beeindruckt. Ich wollte das Gleiche für mich. 2014 gab ich meinen ersten Vortrag als Trainerin für video2brain 2016 durfte ich dann für Firmen wie Adobe, Eizo, FotoTV & die Horizonte Zingst auf der Bühne stehen und referieren.  Das würde ich auf jeden Fall als einen meiner größten Erfolge bezeichnen. Zudem darf ich mittlerweile international als Trainerin arbeiten, so gab ich 2016 einen Workshop in Brasilien.  Herausforderungen begegnen mir immer wieder. Bisher hat es mich am meisten gefordert mich zu trauen den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen.  Ich würde mir nie mehr etwas anderes wünschen aber der Weg bis zum Erfolg war natürlich nicht immer einfach. Es gibt immer Auf und Abs.
 
Die neue Herausforderung welche mich dieses Jahr erwartet ist das ich mein Unternehmen vergrößern werde.  Mein  Partner wird bei mir einsteigen um mich Vollzeit bei unserem neuen Projekt *Mother Earth* zu unterstützen. Natürlich ist diese Entscheidung alles andere als einfach, denn wir machen uns finanziell komplett abhängig von meinem Unternehmen LauraHelena Photography. Sicherheit aufzugeben ist niemals leicht aber große Erfolge erzielt man niemals wenn man klein denkt und nicht ab und an ein Risiko eingeht.

 

 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?
 
Inspiration ist in der Fotografie ein wichtiges Thema. Ich bin der Meinung dass man das Rad nur schwer neu erfinden kann, jedoch sollte man es auf seine Art und Weise interpretieren.
 
Inspirationen und Kreativität schöpfe ich vor allen Dingen durch das Reisen. Das gewohnte Umfeld zu verlassen bedeutet das Gehirn in andere Bahnen zu lenken, so kommt man auf ganz andere Gedanken und bekommt neue Ideen.
 
Auch Bücher oder Bildbände anderer Künstler finde ich inspirierend. Musik ebenfalls. Ebenfalls kann man sich durch das Internet inspirieren sollte jedoch aufpassen nicht überflutet zu werden.

 

Was ist Ihre Herangehensweise? Gibt es etwas, was Sie während eines Shootings erreichen möchten (wie zum Beispiel bestimmte Gefühle auszulösen o.ä.) oder spezielle Techniken, die Sie verwenden?
 
Hier möchte ich lieber zu meinem neuen Projekt Mother Earth überschweifen, denn mit möchte ich nachhaltig sehr viel erreichen nicht nur für mich, oder meine Kunden. Ich möchte mehr bewegen!
 
Unsere Mutter. Wir lieben Sie. Wir respektieren Sie. Wir sind Ihr dankbar, dass Sie uns das Wunder des Lebens geschenkt hat. Sie gehört zu dem Wichtigsten in unserem Leben.
 
Mutter Erde. Wir beuten Sie aus. Wir zerstören Sie. Sie ist für uns selbstverständlich.
 
Wenn wir Mutter Erde so behandeln wie unsere Mutter – unserer Erde ginge es besser oder?

 

04/2017
 
Es handelt sich hierbei um ein Projekt, welches Mutter Erde zugutekommen wird. Im Mittelpunkt stehen wunderschöne, einzigartige und schützenswerte Landschaften. Wir Menschen haben es in der Hand, diese Landschaften mit dem Respekt zu behandeln, den sie verdienen. Ziel des Projektes ist es, zu verdeutlichen, dass wir ein Teil von Mutter Erde sind, nicht umgekehrt. Wir werden keinen Bildband mit grandiosen Landschaftsfotografien erstellen, sondern einen Schritt weiter gehen. Um den Begriff „Mutter Erde“ zu inszenieren, werden Frauen und Landschaften miteinander verbunden. Die Frauen werden im Akt/Teilakt/verdeckten Akt mit der Landschaft verschmelzen und den Begriff „Mutter“ symbolisieren. Die einzigartige Landschaft steht im Mittelpunkt der Bilder und prägt den Begriff „Erde“. Die Ergebnisse sollen inspirieren und dem Betrachter zeigen was wir an unserem Planeten haben. Ich bleibe meinem Stil treu um auch meine Community mit in das Projekt einbeziehen zu können – allerdings in einer schlichteren Variante des Stils, welche die Landschaft nicht verfälscht. Wir möchten Interessierte von Anfang an mit auf unsere Reise nehmen und Ihnen die Möglichkeit geben das Projekt und damit Mutter Erde zu unterstützen. Wir werden das Projekt auf verschiedenen Plattformen begleiten und verschiedene Produkte entwickeln. Am Ende soll zudem ein hochwertiger Bildband entstehen. Ein Teil der Einnahmen aus dem Projekt soll zudem direkt Naturschutzprojekten zu Gute kommen.
 
Das ist mein nächstes Ziel und hier gibt es einiges was es zu erreichen gilt.  Doch diese Herausforderung schreckt mich nicht ab, sie motiviert mich.

 

Warum sind akkurate Farben in Ihrem Workflow wichtig?
 
Egal ob in meinem jetzigen Genre oder aber in meinem neuen Projekt Farben waren schon immer ein elementarer Teil meiner Arbeit mit dem ich Gefühle und Stimmungen transportiere.
 
Deswegen ist es fatal wenn diese Farben gedruckt nicht den Effekt erreichen welchen ich während der Bearbeitung im Kopf hatte. Nichts ist ärgerlicher als ein unschöner Farbstich in einem sonst perfekten und harmonischen Bild. Da ich alles bis ins Detail inszeniere darf auch in Sachen Farbe nichts schief gehen. Meine Farbgestaltung macht meine Bilder zu dem was sie sind- Etwas besonderem.

 

Haben Sie Tipps oder Ratschläge für Fotografen, die am Anfang ihrer Karriere stehen?
 
Mein erster und wohl wichtigster Tipp ist Eigeninitiative! Ich wäre nicht da wo ich heute bin wenn ich darauf gewartet hätte, dass mir alles zufliegt. Wenn ich etwas wollte habe ich Initiative ergriffen um mein Ziel zu erreichen und nicht darauf gewartet das mir die Lösung auf dem Silbertablett serviert wird.
 
Mein zweiter Tipp: Es gibt immer auf und Abs und auch wenn es bei anderen so wirkt als wenn ihre Erfolgskurve immer nur nach oben geht, denke daran- Jeder publiziert nur das was er dir zeigen möchte. Also niemals aufgeben. Ab und zu benötigt man sicherlich eine Auszeit aber hinschmeißen war für mich, egal wie schwierig es auch wurde nie eine Option.
 
Kurzvita:

Laura Helena Rubahn

LauraHelena Photography

27 Jahre / geboren in Neheim

Fotografie seit 2010

Trainer für Adobe, Eizo, Linked In etc…

 

Website: www.laurahelena-photography.com

Instagram: laurahelena_photography

Facebook: LauraHelena Photography