Dietmar Temps – Friends with Vision

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

 

Als Jugendlicher hatte ich auf dem Speicher meiner Eltern einen alten Scharz-Weiß-Vergrösserer und Fotopapier gefunden. Ich kaufte mir für wenig Geld eine gebrauchte Spiegelreflexkamera und richtete mir eine Dunkelkammer ein. Das war der Beginn meiner Leidenschaft für Fotografie die bis heute anhält.

 

 

Welche Art Fotografie betreibst du und was hat dich motiviert, dich auf dieses Genre zu konzentrieren?

 

Über viele Umwege bin ich schließlich bei der Reise- und Strassenportrait-Fotografie gelandet. Mich begeistert der Kontakt zu den Menschen. Für ein gutes Portrait reichen manchmal wenige Minuten, manchmal muss über mehrere Tage Vertrauen aufgebaut werden. Ein Lächeln eines alten Menschen ist dabei genauso motivierend wie lachende und glückliche Kindergesichter.

 

Was ist bisher dein größter Erfolg oder deine größte Herausforderung?

 

Mittlerweile bin ich Teil einer weltweiten Community im Bereich der Reisefotografie und werde zu Buchprojekten, Kalendern und Ausstellungen eingeladen. Das möchte ich natürlich gerne weiter pflegen und intensivieren.

 

Wer oder was inspiriert dich am meisten?

 

Zweifelsohne die Magnum Fotografen und Steve McCurry im Besonderen

 

 

Was ist deine Herangehensweise?

 

Für erfolgreiche Reise- und Strassenportrait-Fotografie benötigt man Zeit. Wichtig ist die Menschen und Gesichter zu finden, dafür muss man viel unterwegs sein. Der nächste Schritt ist der Kontakt, hier benötigt man viel Erfahrung. Natürlich muss man ab und zu auch mit Ablehnung rechnen, das muss man respektieren. Kleine Geschenke helfen, wichtig ist aber auch in der jeweiligen Landessprache einige Sätze zu lernen. Für spezielle Fälle, beispielsweise Naturvölker, ist ein Guide unerläßlich.

 

Warum sind akkurate Farben in deinem Workflow wichtig?

 

Akkurate Farben sind vor allem für Hauttöne wichtig. Hier kann es leicht passieren dass man einen leichten Blau- oder Grünstich erhält, der bei der Bildbearbeitung oft nicht sofort auffällt. Wird das Bild veröffentlich und der Farbstich ist im Vergleich zu den anderen Bildern erkennbar dann ist das sehr ärgerlich. Deshalb sollte man immer auf akkurate Farben achten und den Monitor kalibrieren.

 

 

Hast du Tipps oder Ratschläge für Fotografen, die gerade am Anfang ihrer Karriere stehen?

 

Die Technik sollte in den Hintergrund treten. Ein gutes Bild ensteht nicht auf Grund von technischen Spezifikationen moderner Digital Kameras, die oft gerne ausführlich in Foren diskutiert werden. Natürlich hilft die Beherrschung des fotografischen Handwerks. Es sind aber oft andere Faktoren die ein Bild aus der Masse der Bilderflut herausstechen lassen. Jedes Genre der Fotografie hat dabei ganz eigene Anforderungen, so dass man keinen allgemeinen Ratschlag geben kann. Hilfreich ist, sich von Vorbildern inspirieren zu lassen, aber auch großen Wert auf seinen eigenen wiederkennbaren Stil zu legen.

 
 

Über den Autor – Dietmar Temps

 

Dietmar Temps ist diplomierter Medien- und Photoingenieur sowie ausgebildeter Fotograf mit über 20 Jahren Berufserfahrung in der Medienbranche. Er lebt in Köln, Deutschland. Seine ersten beruflichen Schritte in der Fotografie konnte er als Fotoassisent in ganz Europe sowie in Amerika sammeln. Im Anschluss studierte er Photo- und Medientechnik an der Technischen Hochschule Köln. Aktuell liegt sein Hauptaugenmerk auf der Realisierung von Foto- und Internetprojekten mit einem starken Fokus auf Reisefotografie, Social Networking und Video Streaming.

 

Auf seinem Travel-Blog schreibt er über seine Fotoreisen an die schönsten Flecken dieser Erde, die er in den zurückliegenden Jahren unternommen hat. Darunter waren viele Reisen nach Afrika, Süd Amerika und Asien.

 

Auf seiner Webseite finden sich zahlreiche Foto-Serien seines fotografischen Schaffens das in Bildbänden, Magazinen und Travel Blogs veröffentlicht wurde.