Der Weg der Modeindustrie in eine hoffnungsvolle Zukunft

 

Während der Winter dem Frühling weicht, hat das Jahr 2021 noch immer nicht die Rückkehr zur Freiheit unseres früheren Lebens gebracht, auf die viele von uns so hoffnungsvoll gewartet hatten. Stattdessen waren die ersten 2 Monate dieses Jahres genauso verwirrend und katastrophal wie es das gesamte Jahr 2020 war. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, habe ich einen optimistischen Blick auf die Modeindustrie geworfen und aus meiner Perspektive als Fashion-Fotografin, für die die Ethik der Branche eine wichtige Rolle spielt, einige Entwicklungen identifiziert, die Hoffnung machen.

 

 

In den letzten Jahren habe ich mich umfassend mit unserem Klimanotstand auseinandergesetzt, insbesondere mit dem Einfluss der Modeindustrie auf den Planeten und meine Rolle, die ich als Modefotografin dabei spiele. Ich muss zugeben, dass es eine ziemlich düstere Lernkurve war. Alles von Textilabfällen über schockierende Deponiestatistiken, Dürren, giftigen Farbstoffen und Arbeitern in der Bekleidungsindustrie, die keinen existenzsichernden Lohn erhalten. Dazu kommt die fehlende Transparenz bei all den einzelnen Kleidungsstücken, die um die ganze Welt geschickt werden, damit dort winzige Anpassungen vorgenommen werden, bevor sie überhaupt in den Handel gelangen. Ich bin jedoch voller Hoffnung ob einiger Lösungen, die der Modemarkt hervorgebracht hat.

 

 

Das Mieten von Mode ist auf dem Vormarsch und in einem Markt, in dem übermäßiger Konsum eines der größten Probleme darstellt (laut Oxfam landen allein in Großbritannien jede Woche fast 13 Millionen Bekleidungsartikel auf der Mülldeponie – das sind 336.000 Tonnen pro Jahr) – ist das Mieten eine vielversprechende Alternative. Laut GlobalData wird der Marktwert des Kleiderverleihs in Großbritannien bis 2029 voraussichtlich 2,3 Milliarden Pfund erreichen – ein ziemlich drastischer Anstieg im Vergleich zu den geschätzten 400 Millionen Pfund im Jahr 2019. Covid-19 hat unsere Art und Weise verändert, wie wir einkaufen und wie wir Mode konsumieren. Die Ungewissheit rund um größere Events und die sich verändernde Arbeitswelt hat dazu geführt, dass der Kauf eines Kleidungsstücks dazu führen kann, dass man es zwar besitzt, aber es nirgendwohin ausführen kann. Mit dem Verleih können Sie etwas einmal tragen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Der Verleih von Mode gibt uns den ersehnten Dopamin-Kick, erkennt dabei aber die Neuheiten und Trends an, von denen die Industrie abhängt, und schont gleichzeitig die Umwelt. Es funktioniert für Verbraucher und Designer gleichermaßen; Designer müssen nicht so viele Kleidungsstücke produzieren und Verbraucher müssen nicht den vollen Preis für ein Teil zahlen, das sie nur einmal oder einige wenige Male tragen. Doch das ist nicht das Ende der Kreislaufwirtschaft in der Modeindustrie.

 

 

Der Markt für den Weiterverkauf von Kleidung, insbesondere im Luxus-Segment, hat in letzter Zeit ebenfalls einen enormen Boom erlebt. Laut Vogue Business wird dieser Teil des Marktes bis 2023 einen Wert von 51 Milliarden Dollar erreichen. Bei neuen Kleidungsstücken sind Marken wie Stella McCartney führend bei der Investition in neue Technologien für eine umweltverträglichere und das Tierwohl berücksichtigende Produktion von Kleidung (wie z. B. im Labor gezüchtete Seide und nachbearbeitetes Kaschmir) und reduzieren nicht nur den Abfall, sondern verarbeiten auch Reststücke zu neuer Kleidung.

 

 

Der Markt für den Weiterverkauf von Kleidung, insbesondere im Luxus-Segment, hat in letzter Zeit ebenfalls einen enormen Boom erlebt. Laut Vogue Business wird dieser Teil des Marktes bis 2023 einen Wert von 51 Milliarden Dollar erreichen. Bei neuen Kleidungsstücken sind Marken wie Stella McCartney führend bei der Investition in neue Technologien für eine umweltverträglichere und das Tierwohl berücksichtigende Produktion von Kleidung (wie z. B. im Labor gezüchtete Seide und nachbearbeitetes Kaschmir) und reduzieren nicht nur den Abfall, sondern verarbeiten auch Reststücke zu neuer Kleidung.

 

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Über die Autorin – Holly McGlynn

 

 

Die in Dublin geborene Fotografin und Friends with Vision Mitglied Holly McGlynn ist in London ansässig. Hollys Werke werden in Magazinen wie Cosmopolitan, Grazia und Glamour vorgestellt. Sie hat auch an Projekten für führende Marken wie Faberge, Chanel, Playboy und Levi’s gearbeitet. Farbe spielt eine große Rolle in der Art und Weise wie sie Weiblichkeit und die Wahrnehmung von Frauen in der Modebranche darstellen möchte. In diesem Blog spricht sie über ihre Reise in die Modefotografie und über Fragen der Präsentation in dieser Branche.

   

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