David Köster – Friends with Vision

David Köster ist ein deutscher Landschaftsfotograf, Fototrainer und Buchautor. Seine Bilder bestechen durch wilde, epische Naturszenerien. Köster erstellt mit Hilfe dramatischer Perspektiven, stimmungsvoller Bildsprache und dem systematischen Einsatz natürlichen Lichts Kunstwerke, die häufig wie gemalte Bilder wirken und nicht wie Fotos. David wurden bereits mehrere internationale Auszeichnungen für seine künstlerischen Bilder verliehen, die überwiegend von Agenturen, Verlagen und Onlinemedien auf der ganzen Welt verwendet werden. Seit 2015 gibt David auch Landschaftsfotografie-Workshops. Im Januar 2019 erscheint sein neues Buch über die Kunst der Landschaftsfotografie, erhältlich im Humboldt Verlag.

 

 

Interview mit Landschaftsfotograf David Köster

 

03.11.2018

 

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

 

Zur Fotografie bin ich durch meine Begeisterung für die Natur und das Reisen an sich gekommen. Schon als Kind habe ich Reisemagazine wie GEO oder National Geographic verschlungen und mir gern Naturdokumentationen angesehen. Da ich ein recht kreativer Mensch bin, entstand irgendwann der Wunsch, die Eindrücke auf Reisen und in der Natur festzuhalten und visuell zu verarbeiten. Die Initialzündung kam dann, als ich dann während meines Studiums für einige Zeit in den USA lebte und mich dort erstmals ernsthaft mit der Fotografie beschäftigte.

 

Welche Art Fotografie betreibst du und was hat dich motiviert, dich auf dieses Genre zu konzentrieren?

 

Mein Spezialgebiet ist die Landschaftsfotografie. Es hat sich über die Jahre herauskristallisiert, dass es Landschaften sind, die mich auf unserer Erde am meisten faszinieren. Je wilder und einsamer, desto besser. Landschaften sind für mich einfach der Inbegriff der Natur und ihrer Schöpfungskraft, des ewigen Wirkens der Elemente. Ich mag die Landschaftsfotografie aber auch wegen der spannenden Melange aus Naturerlebnis, modernem Abenteuer, Kreativität und Technik.

 

Was ist bisher dein größter Erfolg oder deine größte Herausforderung?

 

Meine größte Herausforderung bei meiner fotografischen Arbeit war und ist es, meinen persönlichen Stil, meine individuelle Handschrift zu finden und stetig weiter zu entwickeln. Erfolgsmomente gab es schon viele, aber zu meinen schönsten Erfolgen zählen sicherlich die Auszeichnungen bei renommierten Awards wie den Glanzlichtern der Naturfotografie, Asferico, Oasis, ipa International Photography Awards und anderen mehr.

 

Ein ganz aktueller Erfolg ist es, dass ich vor wenigen Tagen mein erstes Buch über Landschaftsfotografie zu Ende geschrieben habe. In diesem Buch stecken monatelange Arbeit, zahllose kurze Nächte und ziemlich viel Herzblut. Umso mehr freue ich mich, dass mein Erstlingswerk schon bald (7. Januar 2019) unter dem Titel „Der Start in die Landschaftsfotografie: Das Geheimnis atemberaubender Bilder“ im Humboldt-Verlag erscheinen wird. Mehr dazu hier.

 

Wer oder was inspiriert dich am meisten?

 

Tatsächlich ist es die Natur selbst, die mich am meisten inspiriert. Immer wieder aufs Neue bin ich fasziniert von den Schauspielen aus Licht und Farben, Formen und Strukturen auf unserem Heimatplaneten. Ein anderer wichtiger Einfluss für meine Fotografie ist die Malerei der Romantik. Schon als Kind war ich fasziniert von den Werken Caspar David Friedrichs, Carl Gustav Carus, William Turners und anderen Künstlern dieses Genres.

 

Was ist deine Herangehensweise? Gibt es etwas, was du während eines Shootings erreichen möchtest (wie zum Beispiel bestimmte Gefühle auszulösen o.ä.) oder spezielle Techniken, die du verwendest?

 

Ganz wichtig ist mir, dass ich emotionale Bilder erschaffe. Zum einen sollen meine Fotos das wiedergeben, was ich selbst ganz subjektiv im Moment des Auslösens gesehen und gefühlt habe. Zum anderen sollen meine Arbeiten natürlich auch Emotionen beim Betrachter auslösen, in ihm Sehnsucht und den Wunsch wecken, selbst einmal an diesen Ort zu reisen.

 

Charakteristisch für meinen Bildstil sind epische Landschaften, atmosphärische Lichtstimmungen und dramatische Perspektiven. Daher verbringe ich bereits vor dem eigentlichen Fotografieren einige Zeit mit Locationscouting und Lichtplanung. Einmal vor Ort nehme ich mir auch viel Zeit, spannende Perspektiven und Kompositionen zu finden.

 

Warum sind akkurate Farben in deinem Workflow wichtig?

 

Da ich meine Fotos professionell vermarkte (Bildagenturen, Verlage, Unternehmen, etc.) muss ich sicherstellen, dass die Farben meiner Bilder korrekt sind und den Industriestandards entsprechen. Mittels Farbmanagement gewährleiste ich, dass meine Bilder beim Kunden genauso aussehen wie an meinem eigenen Bildschirm. Ferner vertreibe ich auch Fine Art Prints und Kunstdrucke. Da versteht es sich fast von selbst, dass ich Wert auf eine kalibrierte Arbeitsumgebung lege. Schließlich sollen die gedruckten Werke genauso wirken, wie ich es mir als Künstler vorstelle.

 

Hast du Tipps oder Ratschläge für Fotografen, die gerade am Anfang ihrer Karriere stehen?

 

Aber gern doch. Zunächst: macht bitte nicht den Fehler, die Technik überzubewerten. Lauft nicht jedem Technik-Hype hinterher und lasst euch nicht von Testberichten und Foren-Diskussionen verrückt machen. Macht euch bewusst, dass nicht die Kamera das Bild macht, sondern der Mensch dahinter mit seinen Fähigkeiten. Beschränkt euch am Anfang auf wenig Technik und lernt diese dafür im Schlaf zu bedienen. Übung macht auch hier den Meister. Geht so oft als möglich raus und versucht bewusst zu fotografieren. Lernt die wichtigsten fotografischen Parameter und Einstellungen kennen und versucht zu verstehen, wie ihr mit damit euer Bild beeinflussen könnt. Setzt euch mit Bildgestaltung, Arbeit mit natürlichem Licht, Schärfesteuerung und Bildbearbeitung auseinander. Lasst euch ehrliches Feedback von anderen Fotografen geben, am besten welchen, die weiter sind als ihr. Besucht Fotoworkshops (ich biete z. B. Landschaftsfotografie Workshops an). Dann kommt ihr bald eurem Ziel, beeindruckende Bilder zu erschaffen, einen großen Schritt näher.

 

 

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