Fabian Roßhirt – Fragen an …

Einleitung:

Im Rahmen des Datacolor Fotowettbewerbs zur Reise- und Landschaftsfotografie, der im Sommer 2017 stattgefunden hat, haben wir viele hervorragende Fotos von tollen, engagierten Fotografen erhalten. Der Jury ist die Auswahl der fünf Gewinner des Wettbewerbs nicht leichtgefallen, haben doch viele Fotos eine Platzierung unter den Top-Bildern verdient. Um die wunderbaren Aufnahmen entsprechend zu würdigen, rücken wir in unserem Blog daher immer wieder einzelne Einsendungen in den Fokus, stellen den Menschen hinter der Kamera vor und lassen sie oder ihn erzählen, wie das Bild entstanden ist.

 

Fabian Roßhirt PhotographyName: Fabian Roßhirt

 

Kurzvita:

2005 – 2017: Schulausbildung (Abschluss mit dem Abitur)

ab 2016: Landschaftsfotografie als Hobby

ab 2017: Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

 

Wann und wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Das war eigentlich eher durch Zufall. Vor knapp zwei Jahren habe ich mir eine Spiegelreflexkamera zu Weihnachten schenken lassen, um mit dieser im Urlaub ein wenig zu „knipsen“. Schnell probierte ich jedoch neue Sachen aus und beschäftigte mich zunehmend mit der Fotografie. Ich wollte die Kamera verstehen, also wissen was ISO, Blende, Verschlusszeit bedeutet, wie diese Faktoren zusammenspielen und wie ich tolle Landschaftsbilder aufnehmen kann. Dabei war mir YouTube auch immer eine große Hilfe. Nachdem ich also mit den Basics vertraut war, ging ich immer wieder nach draußen, um schöne Landschaften zu fotografieren, und eignete mir so immer mehr Wissen an. Ich konnte einfach nicht mehr damit aufhören. Seitdem ist die Fotografie meine große Leidenschaft und die Kamera mein ständiger Begleiter.

 

 

Betreiben Sie die Fotografie als Hobby oder verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt damit?

In erster Linie betreibe ich die Fotografie als Hobby, bei dem ich super abschalten kann. Für mich gibt es beispielsweise nichts Schöneres, als nach einem stressigen Tag nochmal mit meiner Kamera nach draußen zu gehen und einen schönen Sonnenuntergang einzufangen. Nebenbei verkaufe ich meine Bilder als Drucke, biete mittlerweile erfolgreich zwei Videokurse auf der Lernplattform Udemy an und arbeite an der Erstellung eines Kalenders.

 

Wie und wo ist dieses von Ihnen zum Fotowettbewerb eingereichte Bild entstanden? Gibt es eine Geschichte dazu?

Das eingereichte Foto mit dem Titel „Light in the dusk“ ist im Juli 2017 am Cap Formentor entstanden. Ich hatte dieses Foto schon mehrere Monate im Voraus geplant. Als feststand, dass es im Sommerurlaub nach Mallorca geht, habe ich mich sofort auf die Suche nach guten Fotospots gemacht. Dies mache ich zum Beispiel über soziale Netzwerke und Google Maps. Dabei war mir relativ schnell klar, dass ich unbedingt zum Cap Formentor muss. Ich hatte genau im Kopf, dass ich eine Langzeitbelichtung machen möchte, um die schöne kurvenreiche Straße in Verbindung mit den Lichtspuren vorbeifahrender Autos als „Leading Line“ zum Leuchtturm zu nutzen. Ich muss dazu sagen, dass ich hier auch das Glück hatte, mit Freunden am Cap gewesen zu sein. Nachdem ich mich auf einem steinigen Abhang mit meiner Ausrüstung positioniert hatte, konnten meine Freunde mit unserem Mietwagen die Straße entlangfahren, um so für durchgehende Lichtspuren zu sorgen. Das Foto war sozusagen Teamwork. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als ich dort oben stand, um meine Langzeitbelichtungen aufzunehmen. Kurz nachdem die Sonne untergegangen war, zeigte sich der Cap in einer einzigartigen Lichtstimmung. Ich stand also dort oben für fast 2 Stunden, drückte auf meinen Fernauslöser und sah, wie sich das Licht ständig veränderte. Genau in diesem Moment wusste ich, warum die Fotografie das richtige Hobby für mich ist.

 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?

Ich bin eigentlich ständig auf der Suche nach Inspiration, dazu bin ich zum Beispiel auch Mitglied in diversen Fotogruppen auf Facebook. Denn für mich ist vor allem der Austausch mit anderen Fotografen sehr wichtig. Einerseits entdecke ich dadurch täglich zahlreiche faszinierende Aufnahmen, anderseits kann ich meine eigenen Arbeiten präsentieren und so Feedback zu diesen erhalten. Auch auf Instagram und in Fotozeitschriften suche ich immer wieder nach neuen Fotos, die mir Inspiration für meine eigenen Bilder geben. Ich denke, dass dies ein wichtiger Schritt ist, um selbst kreativer zu werden und auf ganz neue Ideen zu kommen.

 

Wo liegen Ihre fotografischen Schwerpunkte?

Auch wenn ich schon Vieles in der Fotografie ausprobiert habe, fasziniert mich kein Bereich so stark wie die Landschaftsfotografie. Ich möchte den Menschen zeigen, welche schönen Orte und Momente wir auf unserem Planeten erleben können, auch in unserer nahen Umgebung. Ich versuche dabei immer die Gefühle, die ich in so einem Augenblick erlebe in meinen Bildern wiederzugeben. Nebenbei fotografiere ich manchmal auch Personen oder Produkte.

 

Was ist Ihr nächstes fotografisches Projekt, Ihre nächste Herausforderung?

Derzeit arbeite ich daran, einen Kalender für die Region Franken zu erstellen. Ich möchte die schöne Landschaft in meiner Heimat – egal ob die Weinberge oder atemberaubende Bauwerke – festhalten und anderen Menschen diese Eindrücke weitergeben. Außerdem konzentriere ich mich weiter auf meinen YouTube-Kanal und werde dort neue Bildbearbeitungstutorials veröffentlichen.

 

 

Welche Rolle spielt Farbmanagement in Ihrem fotografischen Workflow?

Farben spielen für mich immer eine große Rolle. Wie bereits erwähnt, möchte ich in meinen Fotos die Gefühle vermitteln, die ich vor Ort empfunden habe. Diese kann ich am besten durch Farben zum Ausdruck bringen. Deshalb sorge ich in meinem Bildbearbeitunsworkflow auch dafür, dass ich alle Farbinformationen aus meinen RAW-Bilder heraushole und sogar mehr Farben erzeuge. Dies kann ich zum Beispiel einfach in Lightroom über die Teiltonung und lokale Anpassungen machen. Natürlich achte ich aber auch drauf, dass die Fotos nicht unnatürlich wirken und die Bilder übersättigt sind. Ich denke, dass man hier einfach ein gutes Mittelmaß finden muss.

 

Was machen Sie mit ihren entstandenen Bildern, werden sie z.B. gedruckt, erstellen Sie ein Fotobuch, posten Sie sie in sozialen Netzwerken und auf Ihrer Website oder bleiben Sie einfach nur auf der Festplatte Ihres Rechners?

Meine fertigen Fotos werden alle auf meiner Website veröffentlicht und mit der Zeit auch in meinem Instagram Account und auf meiner Facebook Seite gepostet. Ausgewählte Fotos lasse ich auch auf Leinwand oder Acrylglas drucken und hänge diese dann in meiner Wohnung auf. Zudem biete ich viele meiner Landschaftsfotos in meinem Onlinestore als Drucke zum Verkauf an.

 

Was möchten Sie fotografisch erreichen, wovon träumen Sie?

Ein großer Traum von mir ist es, einmal die Titelseite einer bekannten Fotozeitschrift mit einem meiner Landschaftsfotos füllen zu dürfen und eine Auszeichnung, wie zum Beispiel „Photographer of the year“ zu erzielen. Außerdem möchte ich Andere mit meinen Fotos inspirieren, ihnen die Augen für die Schönheit unseres Planten öffnen, und noch mehr Menschen für die Fotografie, insbesondere die Landschaftsfotografie begeistern. Denn hat man einmal damit angefangen, kann man nicht mehr damit aufhören.

 

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