Johannes Kern – Fragen an

Wann und wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

 

Mit 8 Jahren bekam ich eine Kamera geschenkt und entdeckte die Fotografie für mich. Alles was mir vor die Linse kam wurde abgelichtet und ich begann zu Reisen. Vorerst nur kleinere Fahrradtouren, später zog es mich in die Welt hinaus. Mit 24 reiste ich Kenia, nach einem Schuppertauchgang war ich so faszinierte, dass es mich nicht mehr losließ. Die Kombination aus Reisen, Tauchen und Fotografieren bestimmte meinen weiteren Lebensweg. Im Laufe der Jahre entstanden faszinierende Bilder, die zu zahlreichen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Kalendern führten. Die Teilnahme bei nationalen und internationalen Fotowettbewerben brachten mir nicht nur Anerkennung, sondern auch vordere Platzierungen ein. Über die Jahre entwickelte ich meinen eigenen fotografischen Stil, der mir zuletzt 2010 und 2011 den Jahressieg beim Unterwasserfotowettbewerb des Internationalen Tauchverbandes IDA einbrachte. Bei diesem Verband leite ich nun das Ressort Unterwasserfoto- und Videografie.

 

Betreiben Sie die Fotografie als Hobby oder verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt damit?

 

Es ist schon lange mehr – ich finanziere damit meine Reisen und mein Equipment. Nach 45 Berufsjahren als Mediengestalter bin ich nun in Rente und habe noch mehr Zeit zum Reisen, Fotografieren, Tauchen und für neue Projekte.

 

 

Wie und wo ist dieses von Ihnen zum Fotowettbewerb eingereichte Bild entstanden? Gibt es eine Geschichte dazu?

 

Auf der Rückfahrt von Malpelo, einer Insel im Südpazifik, machten wir einen Stop im offenen Meer, in der Nähe des Coiba National Park vor der Küste Panamas. Dort gibt es einen Seamount, der Riffkopf liegt in ca. 50 m Tiefe und dort befinden sich große Schulen von Stachelmakrelen.

 

Kamera: Nikon D7000 im Sealux Gehäuse, Objektiv: Tokina 10-18 Blitze: Subtronic

 

Wo liegen Ihre fotografischen Schwerpunkte?

 

Unser Planet ist ein blauer, 71% der Fläche ist von Wasser bedeckt. Unterwasser liegen meine fotografischen Herausforderungen, aber auch in der Reisefotografie Städte, Menschen, Märkte, Landschaften, Natur …

 

Was ist Ihr nächstes fotografisches Projekt, Ihre nächste Herausforderung?

 

Jordanien ist mein neues Fotoprojekt „Wüste-Kultur-Korallengärten“ wird meine neue Multivisionsshow heißen.

 

 

Welche Rolle spielt Farbmanagement in Ihrem fotografischen Workflow?

 

Da ich beruflich aus der Druckvorstufe komme spielte das eine große Rolle, heute lege ich Wert auf einen kalibrierten Monitor.

 

Was machen Sie mit ihren entstandenen Bildern, werden sie z.B. gedruckt, erstellen Sie ein Fotobuch, posten Sie sie in sozialen Netzwerken und auf Ihrer Website oder bleiben Sie einfach nur auf der Festplatte Ihres Rechners?

 

Ich programmiere Reise-Reportagen die ich live vortrage. Erstelle jedes Jahr einen Kalender, poste in FB und präsentiere Bilder auf meiner Webseite.

 

Was möchten Sie fotografisch erreichen, wovon träumen Sie?

 

Ein großer Traum ist eine Reise in die Antarktis, die in Planung ist. Fotografisch möchte ich mich immer weiterentwickeln, beschäftige mich zurzeit mit Filterfotografie und versuche noch perfektere Bilder zu machen. Einmal einen großen Moment erleben und dann auf den Auslöser drücken….

 
  Über den Autor – Johannes Kern  
In Aschaffenburg geboren, als Mediengestalter, Tauchlehrer, Fotograf, Filmemacher und Vortragsreferent tätig. Obwohl ich bereits in sämtlichen Ozeanen unserer Erde abgetaucht bin, entdeckte ich 1985 meine große Liebe – die Philippinen. Neben den unberührten Riffen waren es vor allem die aufgeschlossenen Menschen, die beeindruckenden Landschaften und die exotische Kultur, die mich bereits bei meiner ersten Philippinenreise verzauberten.     Articles from Johannes Kern