Kay Reichelt – Fragen an …

Kurzportrait ausgewählter Teilnehmer des Datacolor Fotowettbewerbs, Sommer 2017. Kay Reichelt ist selbstständiger Werbegrafiker und Fotograf und liebt es, frei und „unorganisiert“ durch die Welt zu reisen.

 

Im Rahmen des Datacolor Fotowettbewerbs zur Reise- und Landschaftsfotografie, der im Sommer 2017 stattgefunden hat, haben wir viele hervorragende Fotos von tollen, engagierten Fotografen erhalten. Der Jury ist die Auswahl der fünf Gewinner des Wettbewerbs nicht leicht gefallen, haben doch viele Fotos eine Platzierung unter den Top-Bildern verdient. Um die wunderbaren Aufnahmen entsprechend zu würdigen, rücken wir in unserem Blog daher immer wieder einzelne Einsendungen in den Fokus, stellen den Menschen hinter der Kamera vor und lassen sie oder ihn erzählen, wie das Bild entstanden ist.

 

Name:
Kay Reichelt
Kurzvita:
geb. 1974 in Dresden, verheiratet, Selbstständig als Werbegrafiker/Fotograf

Wann und wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Ernsthaft mich mit der Fotografie zu beschäftigen habe ich 1999 begonnen. Grund war eine 3-monatige Tour quer durch Australien als Backpacker. Außer einem Ausrutscher, den Flitterwochen, ist die freie, unorganisierte Art des Reisens, wo ich mir alle Zeit des Lebens zum Fotografieren nehmen kann, auch geblieben.
Betreiben Sie die Fotografie als Hobby oder verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt damit?
Beides, begonnen hat es als Hobby, aber so wie es auch vielen anderen Menschen/Fotografen geht, kommen im Laufe der Jahre Anfragen von Freunden, dann Freunde von Freunden und später Anfragen von Menschen die man bis dato noch nicht kannte. Inzwischen ist die Fotografie ein zweites Standbein geworden. Seit Juni 2016 kann ich auch ein Fotostudio mit einem 700-Jahre alten Keller in der Burgstadt Stolpen mein eigen nennen.
Wie und wo ist dieses von Ihnen zum Fotowettbewerb eingereichte Bild entstanden? Gibt es eine Geschichte dazu?
Dem Motiv ist wahrscheinlich unschwer zu entnehmen, dass es (so wie auch der Bildtitel) in Venedig aufgenommen wurde. Die Lagunenstadt zählt zu einer meiner Lieblingslocations in Europa. Grundsätzlich gilt es beim Fotografieren in Venedig viel Zeit und Ruhe mitzubringen. Niemals ohne Stativ und möglichst frei von Menschen (so es die Bildkomposition erfordert). Am günstigsten ist es, sich tagsüber ein gutes Motiv auszusuchen, um bei Dämmerung/Sonnenuntergang schnell am rechten Fleck zu sein.
Feintuning erfolgt stets mit Photoshop. Um das Bild visuell zu optimieren wurde die „echte Sonne“ um ein Lensflare ergänzt.

 

 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?
Die Welt, fremde Kulturen. Am Stück habe ich noch nie mehr Fotos eingefangen als während einer 4-wöchigen Reise durch Indien. Asien bzw. Südostasien ist eine der bisher für mich inspirierendsten Erfahrungen. Einen Star-Fotografen, welchem ich nacheifere, gibt es für mich nicht.
Wo liegen Ihre fotografischen Schwerpunkte?

Beruflich: Hochzeits- und Eventfotografie

Privat: Die Welt

Was ist Ihr nächstes fotografisches Projekt, Ihre nächste Herausforderung?
Kuba oder Myanmar
Welche Rolle spielt Farbmanagement in Ihrem fotografischen Workflow?
Ziemlich wichtig. Alle meine Monitore sind mit einem Spyder kalibriert.
Was machen Sie mit ihren entstandenen Bildern, werden sie z.B. gedruckt, erstellen Sie ein Fotobuch, posten Sie sie in sozialen Netzwerken und auf Ihrer Website oder bleiben Sie einfach nur auf der Festplatte Ihres Rechners?
Eine sehr kleine Auswahl meiner Reiseimpressionen ist im Internet verfügbar (soll aber zeitnah ausgebaut werden). Auch in Planung ist ein verbesserter Onlineshop (www.worldspirit.eu). Und natürlich landet hin und wieder auch eines meiner Fotos auf Facebook…
Was möchten Sie fotografisch erreichen, wovon träumen Sie?
Hunderte, wenn nicht Tausende traumhafter Bilder von sehr vielen Ländern unserer Welt schlummern auf meinem Server. Wenn es einmal zu einer Veröffentlich im gedruckten Buch kommen würde, würde mein Herz höher schlagen…
Website: www.reichelt-design.de
Facebook: reicheltdesign