Farbkalibrierung eines Scanners

by John Walrath

 

Wenn Sie einen Flachbettscanner zum Digitalisieren von Fotos verwenden, sind die Ergebnisse oft nicht zufriedenstellend. Dies kann dazu führen, dass an jedem Bild Anpassungen vorgenommen werden müssen. Um diesen Vorgang zu automatisieren und zu verbessern, kann man beim Scannen von Bildern auf einem handelsüblichen Flachbettscanner den SpyderCHECKR zu Hilfe nehmen. Es gibt natürlich spezielle Scanner und Scan-Software auf dem Markt, doch in diesem Artikel wollen wir uns darauf konzentrieren, wie man mit vorhandenen Mitteln möglichst gute Resultate erzielt.

 

 

Falls Sie als engagierter Hobbyfotograf oder als Fotograf bereits einen SpyderCHECKR24 besitzen, können Sie diesen nutzen, um mit ihm ein Farbkorrektur-Set für Ihren Scaner zu erstellen. Dies können Sie in der gleichen Art und Weise tun, wie Sie das für Ihre Kamera bereits machen. Vorteil: Sie müssen nicht mehr jedes Bild einzelnd bearbeiten. Somit schaffen Sie einen perfekten Ausgangspunkt für die eventuell anstehende digitale Nachbearbeitung Ihrer Bilder.

 

Hinweis – sowohl der SpyderCHECKR als auch der SpyderCHECKR24 können mit einem Scanner verwendet werden. Ich werde den SpyderCHECKR24 zur Demonstration verwenden.

 

Legen Sie zuerst den SpyderCHECKR 24 auf den Flachbettscanner. Achten Sie aber im Vorfeld darauf, dass die Scanfläche staubfrei ist, um den Aufwand in der digitalen Nachbearbeitung möglichst gering zu halten. Schließen Sie den Scanner und öffnen Sie die Scan-Software. Diese mag sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden, in Ihren Basisfunktionen sind die meisten aber sehr ähnlich. Wir stellen nun eine Farbtiefe von 16 Bit ein (wenn vorhanden) und wählen als Ausgabeformat TIFF. Wenn nur JPG vorhanden, dann sollte die Ausgabe in maximaler Qualität eingestellt sein. Die Auflösung wählen Sie nach Ihren eigenen Präferenzen. Danach scannen Sie den SpyderCHECKR24.

 

Öffnen Sie im Anschluss das SpyderCHECKR24-Bild in Lightroom, Adobe Camera Raw oder Hasselblad Phocus. Der Workflow zum Korrigieren des Bildes und zum Erstellen eines SpyderCHECKR-PreSet entspricht dem Standardarbeitsablauf für den SpyderCHECKR24. Zuerst begradigen und beschneiden Sie das Bild, damit der SpyderCHECKR24 den Rahmen vollständig ausfüllt. Klicken Sie als Nächstes mit der Weißabgleich-Pipette auf den zweiten grauen Bereich (E2) und stellen Sie den Schieberegler für die Belichtung so ein, dass der weiße Bereich (E1) 90% oder alternativ einen durchschnittlichen RGB-Wert von 230 beträgt. Danach stellen Sie den schwarzen Bereich (E6) auf 5% ein oder alternativ einen durchschnittlichen RGB-Wert von 10 mit dem Schwarz-Schieberegler. Importieren oder öffnen Sie anschließend das angepasste SpyderCHECKR24-Bild in der SpyderCHECKR-Software und speichern Sie die Voreinstellung für den von Ihnen verwendeten RAW-Editor.

 

 

Wenn Sie damit fertig sind, starten Sie den Raw-Editor neu.

 

Sobald der Raw-Editor neu gestartet wurde, ist es an der Zeit, eine Voreinstellung für Ihren Scanner zu erstellen. Dies ist eine Einstellung, die Belichtung, Weißpunkt, Schwarzpunkt, Kontrast und Farbe umfasst, die Sie auf jedes gescannte Bild anwenden. Es bietet den besten Ausgangspunkt für die weitere Bildbearbeitung. Zu Demonstrationszwecken verwende ich Adobe Camera Raw. Um die Voreinstellung für den Scanner zu erstellen, öffnen Sie die angepasste Datei, die Sie für die SpyderCHECKR-Software verwendet haben: Diese Datei enthält die Anpassungen Weißabgleich, Weiß und Schwarz. Suchen Sie die SpyderCHECKR-Voreinstellung, die Sie gerade erstellt haben, und wenden Sie diese auf das Bild an. Mit der angewendeten Farbkorrektur haben Sie jetzt das Basiskorrektur-Set für Ihren Scanner. Speichern Sie diese Anpassungen als benutzerdefinierte Voreinstellung.

 

 

Diese können Sie auf jedes gescannte Bild anwenden und standardisieren so Ihren Scan-Workflow.