Was Sie bei Ihren Druckertreiber-Einstellungen beachten sollten

von Oliver Mews

 

So drucken Sie korrekt mit einem ICC-Druckerprofil
Bevor Sie sich mit den Farbprofilen beschäftigen, sollten Sie Folgendes beachten:
Nur wenn Sie das Farbmanagement über den gesamten Farbworkflow richtig eingestellt haben, können Sie sicher sein, dass Sie qualitativ hochwertige und reproduzierbare Ergebnisse erhalten.

 

Farben auf dem Monitor entsprechen nicht unbedingt den Farben auf dem Ausdruck
In unserem täglichen Kontakt mit Hobby- und Profifotografen sehen wir, dass die Leute oft denken, dass Bilder auf einem kalibrierten Monitor und unter Verwendung eines Druckerprofils im Druck zu ausgedruckten Bildern führen, die exakt dem Bild auf dem Monitor entspricht. Dies ist nicht immer der Fall, doch kann man die Einstellungen so wählen, dass sich beide Bildeindrücke innerhalb Ihrer physikalischen Grenzen so nah wie möglich kommen.

 


Der größere mit einer Netzstruktur dargestellte Farbraum, ist der des Monitors, während der kleinere (und farbige) Farbraum, der des Druckers darstellt.

 

Softproofing ist die Simulation des Ausdrucks eines Bildes direkt auf dem Monitor. Dies steht im Gegensatz zu einem „Hard proof“ oder auch farbverbindlicher Testdruck auf Papier, wie Sie es ggf. aus dem Offsetdruckgeschäft kennen.

 

Einige Druckerhersteller liefern direkt zusammen mit den Druckertreibern Profile für verschiedene Papiersorten. Namhafte Papierhersteller können auch Profile für Ihre Papiere anbieten, in der Regel kostenlos und online. Stellen Sie sicher, dass diese Profile für Ihren Drucker bestimmt sind. Solche generellen oder auch generische ICC-Printer-Profile führen bereits zu guten Druckergebnissen und ermöglichen somit einen guten Einstieg. Zu beachten ist aber, dass Drucker selbst der gleichen Baureihe aufgrund der Toleranzen der verwendeten Komponenten unterschiedliche Druckcharakteristika aufweisen. Generische Druckerprofile stellen somit nur eine gute Näherung dar. Wenn Sie 100 % Kontrolle über Ihren Workflow haben möchten oder sogar Papiere verwenden möchten, bei denen kein passendes Profil zur Verfügung steht, müssen Sie eine professionelle Druckerkalibrierungslösung wie den SpyderPRINT verwenden.

 

Um einen simulierten Ausdruck auf dem kalibrierten Monitor anzeigen zu können, benötigen Sie das entsprechende ICC-Printer-Profil für Ihre Drucker-Papier-Tinten-Kombination oder das aus eines externen Dienstleisters, bei dem Sie Ihre Bilder oder Fotobücher bestellen. Wenn dieses Profil heruntergeladen wird, müssen Sie es unter dem folgenden Ordner speichern, um es auf dem Computer verfügbar zu machen.

 

Windows: C:/windows/system32/spool/driver/colors
Mac: HD/Library/ColorSync/Profiles

 

Wenn Sie mit SpyderPRINT ein Profil erstellt haben, wird es nach dem Profiling automatisch im entsprechenden Ordner gespeichert.

 

So drucken Sie mit ICC-Printer-Profilen

 

 

Worauf Sie bei den Druckertreibereinstellungen achten sollten

 

Die folgenden Screenshots helfen Ihnen, die richtigen Einstellungen für Ihren Drucker zu finden:

 

 

Wählen Sie auch die endgültige Einstellung „Ausgabeauflösung“, auch wenn Sie die Farbkarte drucken (auch wenn diese keine Texturen enthält), um ein individuelles Druckerprofil zu erstellen.

 

 

Wichtig!
Beim Erstellen eigener Druckerprofile mit einem SpyderPRINT müssen für den Testdruck genau dieselben Einstellungen wie für das endgültige Bild verwendet werden.

 

Zu guter Letzt stellen Sie bitte den „Color Modus“ auf „Aus“. Dadurch wird sichergestellt, dass der Druckertreiber keine Farbanpassungen vornimmt.

 

Druckertreibereinstellungen am Beispiel des Canon PRO-1

 

 

Wenn Sie mit einem Mac arbeiten / drucken, ist es manchmal nicht möglich, „Color-Sync“ zu deaktivieren. Diese Option ist dann ausgegraut, aber aktiviert. Lösung: Fügen Sie in den ColorSync-Einstellungen das Profil „GenericRGB.icc“ hinzu. Hier ist eine kurze Videobeschreibung, wie das geht:
http://youtu.be/yALLJM3wu2U

 

Die Vorgehensweise zum Deaktivieren der Farbverwaltung im Druckertreiber ist für Windows und Macintosh ähnlich.

 

Es kann jedoch je nach Druckermarke (z. B. Epson, Canon, HP …) und möglicherweise sogar der Version der Druckertreibersoftware, die verwendet wird, unterschiedlich sein.

 

Es ist ratsam, die neueste Druckertreiberversion für Ihren Drucker und Ihr Betriebssystem zu verwenden. Überprüfen Sie dies direkt auf der Website des Druckerherstellers.

 

Probleme bezüglich der Deaktivierung des Farbmanagements können auch direkt an den technischen Support des Druckerherstellers gerichtet werden.

 

Wenn Sie Fragen und Kommentare zu unseren Spyder-Produkten haben, wenden Sie sich bitte an unseren Support:
http://support.datacolor.com/index.php?/Tickets/Submit

 

Gerne stellen wir Ihnen auch weitere Informationen zum Thema Farbmanagement und verwandte Themen zur Verfügung.
Viel Spaß beim Drucken Ihrer Bilder und Umgang mit Farbe und Farbmanagement.