Fragen an Lutz Klapp

Wann und wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

 

Fotografiert habe ich schon sehr lange, aber wie die allermeisten als sogenannter „Knipser“. Als ich mir im Herbst 2010 meine erste digitale Spiegelreflexkamera gekauft habe, konnte ich feststellen, dass ich meine Bilder in einem Programm verbessern konnte. Daraufhin fing ich an, ernsthafte Fotografie zu betreiben. Die Initialzündung war mein erstes sehr erfolgreiches Bild „Gimpel schimpft mit Sperling“ das gleich mehrere große Preise gewinnen konnte.

 

 

Betreiben Sie die Fotografie als Hobby oder verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt damit?

 

Die Fotografie betreibe ich als Hobby. Allerdings habe ich ein Kleinunternehmer-Gewerbe angemeldet, weil ich so viele Aufträge bekomme, die ich dann auch angeben muss.

 

Wie und wo ist dieses von Ihnen zum Fotowettbewerb eingereichte Bild entstanden? Gibt es eine Geschichte dazu?

 

Meine Frau und ich haben einen Garten. Wir füttern das ganze Jahr über die Vögel, die dadurch in unseren Garten kommen. Dort ist dann viel Leben in der Bude. Speziell die Stare streiten um das Futter wie die Weltmeister. Dabei werden sie von mir in fotografischen Szenen festgehalten. Dabei ist dieses prämierte Bild entstanden.

 

 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?

 

Ganz klar die Natur. Sie ist so unwahrscheinlich schön, dass ich sie unbedingt in meinen Bildern festhalten will. Auch alleine dadurch, den Betrachtern meiner Bilder zu sagen: Schaut her, es lohnt sich unsere Natur zu erhalten und sorgsam mir ihr umzugehen.

 

 

Wo liegen Ihre fotografischen Schwerpunkte?

 

Wie oben, die Natur. Aber im Prinzip interessiert mich alles, was man auf den Chip bannen kann.

 

Was ist Ihr nächstes fotografisches Projekt, Ihre nächste Herausforderung?

 

Jetzt erst habe ich mir einen großen Wunsch erfüllt. Aus dem Wartberg Verlag ist ganz aktuell ein Bildband von mir erschienen, der heißt: „Die Natur vor unserer Haustür“. Hier bin ich sehr stolz darauf, dieses Werk veröffentlicht zu haben.

 

 

Welche Rolle spielt Farbmanagement in Ihrem fotografischen Workflow?

 

Außer bei der Bearbeitung in normalen Bildbearbeitungsprogrammen spielt das Farbmanagement keine große Rolle. Ich versuche meine Bilder schon bei der Aufnahme mit wenig Fehlern auf den Chip zu bannen. Allerdings geht es natürlich nicht ohne eine bestimmte Bearbeitung wie: Tonwerte, Kontraste, Farben usw. Schließlich sollte man ein Foto für den Betrachter optimieren.

 

 

Was machen Sie mit ihren entstandenen Bildern, werden sie z.B. gedruckt, erstellen Sie ein Fotobuch, posten Sie sie in sozialen Netzwerken und auf Ihrer Website oder bleiben Sie einfach nur auf der Festplatte Ihres Rechners?

 

Sie werden in sozialen Netzwerken gepostet und als Galerie-Bilder auf meiner Homepage präsentiert. Auch erstelle ich Fotobücher. Zudem habe ich einen Bildband beim Wartberg Verlag veröffentlicht, der “Die Natur vor unserer Haustür“ heißt. Meine Bilder hängen im Museum, in Ärztehäusern, Rechtsanwaltskanzleien, Steuerberaterkanzleien, in vielen privaten Haushalten, in Web-Galerien usw. Auch sind viele meiner Bilder in Fotofachzeitschriften und in Naturfachzeitschriften publiziert worden. …Sehr gerne werden meine Bilder auch als Puzzle gekauft.

 

 

Was möchten Sie fotografisch erreichen, wovon träumen Sie?

 

Zurzeit bin ich sehr glücklich darüber, was ich bisher in der Fotografie erreicht habe. Ich bin nicht so ein Typ, der um jeden Preis immer höher, immer weiter, immer schneller sein muss.

 
 

Über den Autor – Lutz Klapp

 

Alter: 66 Jahre, geboren in Berlin, verheiratet seit 2003, wohnhaft in Schwalmstadt (Nordhessen)

 

Beruf: Bäcker, jetzt in Rente