Fragen an Olga Zeeb


Diese drei Mädels und ein Katerchen zeigen, dass Katzen auch ganz fleißig vor der Kamera mitarbeiten. Für ein bisschen Tunfisch sind selbst die wildesten Tiger ganz zahme Kätzchen. Die Arbeit mit Katzen ist etwas Besonderes, denn sie sind noch immer kleine Freigeister.

 
 

Wann und wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Zur Fotografie kam ich im Jahr 2006, als ich meine erste eigene Kamera geschenkt bekam. Seitdem war ich sehr viel in der Natur unterwegs und übte meine Kenntnisse in jeder freien Minute. Ich bin komplett autodidaktisch an die Fotografie heran gegangen. Schnell habe ich meinen wahren Schwerpunkt für mich entdeckt und das ist die Tierfotografie.

 
 

Betreiben Sie die Fotografie als Hobby oder verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt damit?

Die Fotografie hat mich lange als Ausgleich neben dem Beruf begleitet und hat sich immer mehr entwickelt, sodass ich vor ein paar Jahren ein Gewerbe angemeldet habe und die Fotografie nebenberuflich betreibe.

 
 


Dieses Bild eines Gelbbrustaras ist im Studio entstanden. Um die unglaublichen Farben im Gefieder noch weiter zu verstärken,
habe ich mit Farbfolien gearbeitet. Diese wunderschönen Vögel erstrahlen im Blitzlicht.

 

Wie und wo ist dieses von Ihnen zum Fotowettbewerb eingereichte Bild entstanden? Gibt es eine Geschichte dazu?

Durch meine Tierfotografie lernte ich immer wieder wunderbare und außergewöhnliche Tiere und ihre Menschen kennen. Auf diesem Weg habe ich diesen wunderbaren Gelbbrustara vor der Kamera gehabt. Da ich immer wieder fotografische Ideen habe, die nur auf ein passendes Model warten, habe ich hier dieses Mal mit Farbfolien fotografiert.
Was passt besser zu solch prächtigem bunten Gefieder als buntes Licht!

 
Die Aufnahmen entstanden im Studio. Die Blitze wurden mit roten und blauen Farbfolien bestückt. So entstand auf dem Vogel und auf dem weißen Hintergrund eine violett-blaue Licht-Mischung, die das Tier noch mehr strahlen ließ. Das Foto selbst ist minimal retuschiert, es entstand genau so bei der Aufnahme.

 
 

Wer und/oder was inspiriert Sie am meisten?

Die Tiere selbst inspirieren mich. Jedes Haar, jede Feder und jeder Blick sind perfekt. Ein Tier ist sehr ehrlich vor der Kamera und dies inspiriert mich. Das Größte, was ich durch die Tiere gelernt habe, ist Geduld.

 
 


Ich habe eine Fotoserie, die ich immer wieder modifiziere. Hunde schauen aus einem ganz bestimmten Thema heraus, das ich in Form von einem Rahmen inszeniere. Hier in dem Fall Herbstlaub.


Grau und Pink, das passt einfach. Dieses süße Labradormädchen haben die Kirschblüten ganz wunderbar geschmückt. Tiere in die Natur/Umgebung bei der Tierfotografie zu integrieren wirkt immer sehr harmonisch.

 
 

Wo liegen Ihre fotografischen Schwerpunkte?

Ich habe den Schwerpunkt Tiere. Insbesondere die Tierfotografie im Studio ist mein Steckenpferd und hier habe ich am meisten Spaß.

 
 

Was ist Ihr nächstes fotografisches Projekt, Ihre nächste Herausforderung?

Ich möchte mehr mit ungewöhnlichen Tieren arbeiten. Der nächste Schritt wird sein, mehr exotische Tierarten im klassischen Studio abzulichten und in Szene zu setzen.
Dies möchte ich in einem Bildband festhalten.

 
 

Welche Rolle spielt Farbmanagement in Ihrem fotografischen Workflow?

Farbmanagement ist bei mir das A und O. Ohne dieses kann ich mir eine souveräne Arbeitsweise gar nicht mehr vorstellen.

 

Es ist sehr wichtig für meine Arbeit, dass das digitale Bild und der Print identisch sind. Vor allem auch eine Weitergabe an Verlage wäre ohne ein ordentliches Farbmanagement nicht möglich.

 

Ich beginne das Farbmanagement bereits bei der Aufnahme der Bilder. Hier nutze ich Graukarten oder Farbtafeln. Später wird dann in der digitalen Bearbeitung ein kalibrierter Monitor genutzt.

 
 

Was machen Sie mit ihren entstandenen Bildern, werden sie z.B. gedruckt, erstellen Sie ein Fotobuch, posten Sie sie in sozialen Netzwerken und auf Ihrer Website oder bleiben Sie einfach nur auf der Festplatte Ihres Rechners?

Ich erstelle jedes Jahr ein Fotobuch mit meinen liebsten Bildern. So sehe ich jedes Jahr rückblickend auf all die wunderbaren Momente zurück. Natürlich wird das ein oder andere Bild auch als Leinwand oder DiBond an der Wand verewigt.

 

Mir ist es sehr wichtig, die Bilder haptisch in der Hand zu halten und nicht nur auf einem Display zu sehen. So bleibt es länger und kann wirken. Aus diesem Grund ist mir das Farbmanagement sehr wichtig. Auf meiner Webseite sind meine liebsten Bilder festgehalten und auch in den sozialen Medien wird manch ein Foto gezeigt.

 
 

Was möchten Sie fotografisch erreichen, wovon träumen Sie?

Ich möchte meine Bilder in einem Bildband veröffentlichen.

 
 


Dies war ein ganz besonderes Shooting mit einer kleinen Gruppe verschiedener Zwerghühner. Hühner sind nicht wie Hunde oder Katzen und lassen sich nicht animieren. Aber ein paar Leckerli mögen auch sie. So konnte man die Blicke lenken und Hühner locken.


Wenn Tiere gemeinsam aufwachsen und sich gut kennen, dann vertrauen sie sich und man ist ein Rudel. Ob es ein Hund oder ein Pferd ist, spielt dabei keine Rolle. Freundschaften sind speziesübergreifend, wie die beiden das hier präsentieren.

 
 

 
 

Über den Autor – Olga Zeeb

 

Ich bin 1985 in Kasachstan geboren, wohne seit meinem vierten Lebensjahr in Süd-Deutschland/Stuttgart und bin von Beruf Architektin. Die Fotografie begleitet mich seit meiner Kindheit durch meinen Vater, bis die ersten digitalen Kameras auf den Markt kamen und ich selbst zu fotografieren begann. Meine Liebe zum Tier brachte mich sehr schnell zum Schwerpunkt Tierfotografie.