So schaffte es ein internationales Team aus 50 Mitarbeitern in 428 Tagen, die neueste Datacolor-Lösung vom Entwurf zur Marktreife zu bringen

Alles begann mit vier Datacolor-Mitarbeitern und einer Tafel in einem kleinen Besprechungsraum in Greenville, South Carolina.

 

Doch mehr als eine Tafel brauchten die vier Datacolor-Mitarbeiter auch nicht für ihre Planungen. Sie konnten auf Erfahrung in vielen Bereichen zurückgreifen: Forschung und Entwicklung, Produktentwicklung, Webdesign und Support.

 

Die Projektleitung hatte Dustin Bowersox inne, der erst acht Monate zuvor ins Unternehmen gekommen war. Allerdings war er in der Branche absolut kein Neuling. In der Rolle des Senior Color Manager bei Target managte er die weltweiten Farbstrategien des Unternehmens.

 

Im Rahmen dieser Aufgabe erkannte er in der Praxis, dass man die Farbkommunikation auf völlig neue Art und Weise vereinfachen konnte. Ihm fiel auf, dass die Coloristen der Modemarken dieselben Beurteilungen durchführten wie Bekleidungsproduzenten in Färbereien oder anderen Lieferanten. Gleichzeitig wollen die Verbraucher einfach nur qualitativ hochwertige Produkte, die im Trend liegen.

 

Die Branche benötigt seit Langem Veränderungen

 

„Beim aktuellen Ablauf entstehen so viele zusätzliche Kosten. Und man hält daran fest, weil es keine eindeutige Möglichkeit für Färber, Lieferanten und Entscheidungsträger bei den Marken gibt, sich einheitlich über die Farbqualität auszutauschen“, so Dustin. „Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich von morgens bis abends Muster beurteilen musste.“

 

„Die Fachkenntnisse eines Farbteams sollten für andere Herausforderungen eingesetzt werden. Die Teams sollten sich darauf konzentrieren, dafür zu sorgen, dass die Kunden eine tolle Erfahrung haben und für ihren nächsten Einkauf wieder zu uns kommen. Es geht um Fragen wie Probleme mit der Farbechtheit und darum, Stoff- und Farbkombinationen zu entwickeln, die zusammenpassen.“

 

Für Modemarken und Lieferanten gab es keinen einfachen Weg, sich zügig über Farben auszutauschen. Modemarken konnten die Farbergebnisse in den Lieferanten nicht in Echtzeit sehen. Stattdessen wurden Probleme mit einzelnen Chargen erst Tage später entdeckt, als die Produktion längst angelaufen war und eine Neuproduktion hohe Kosten verursacht hätte. Dustin war klar, dass sich etwas ändern musste, wenn Farbexperten in aller Welt nicht weiterhin stundenlang Muster beurteilen sollten – und dabei trotzdem noch Probleme mit der Qualitätskontrolle auftraten.

 

Und bei jedem Besuch bei den Lieferanten bot sich Dustin derselbe Anblick: eine Wand mit Zertifizierungen verschiedener Modemarken, die für die unzähligen Stunden standen, in denen die Mitarbeiter dieses Lieferanten Beurteilungen durchführten — und die Mitarbeiter der Modemarken die Lieferanten beurteilten. Doch trotz all dieser Beurteilungen konnten die Lieferanten ihre Fähigkeiten nicht herausstellen und keine neuen Aufträge generieren. Soweit Dustin sehen konnte, gab es überall nur Verlierer – die Modemarken, die Lieferanten und alle an der Produktion Beteiligten. Der aktuelle Prozess musste dringend überarbeitet werden.

 

Im Laufe des nächsten Jahres sollte ein System entwickelt werden, das eine solche Überarbeitung ermöglichen würde. Bisher allerdings saßen vier Leute mit einer Tafel in einem kleinen Besprechungsraum in South Carolina.

 

Das Unternehmensvermächtnis weiterentwickeln

 

Schon bei Target kannte Dustin Datacolor sehr gut. Er wusste, dass er sich bei Fragen und für unschätzbare Informationen zu Farbmanagementstrategien und -werkzeugen immer auf Ken Butts und Tom Stutts verlassen konnte – zwei Mitglieder des Textilteams, die zusammen über mehr als 60 Jahre Erfahrung im Unternehmen verfügten. Außerdem wusste er, dass dieses Unternehmen seit langem einen guten Ruf im Bereich Geräte und Service sowie ein weltweites Team aus Farbexperten hatte.

 

Nun war er an der Reihe, diesem guten Ruf zu entsprechen. Für den Anfang hatte er eine gute Basis: unter anderem ein Team mit Textilexperten aus aller Welt, die über die technischen Fachkenntnisse verfügten, um umfassende Prüfungen bei örtlichen Lieferanten durchzuführen, sowie Teams im gesamten Unternehmen, die voller Begeisterung etwas zu dieser Neuentwicklung beitragen wollten.

 

Als Dustin zu Datacolor kam, stand die Textilindustrie vor einem Wandel. Die Durchschnittsgröße der Farbteams verringerte sich und die Nachfrage nach immer schnelleren Produktionszeitplänen setzte Modemarken und Lieferanten unter großen Druck. Seiner Ansicht nach benötigte die Industrie dringend eine Lösung, mit der die Kommunikation über die gesamte Lieferkette hinweg vereinfacht wurde.

 

„Es geht darum, was man mit den Daten anfängt“

 

„Modemarken und Lieferanten erhalten täglich Unmengen an Daten“, erklärt Dustin. „Doch die Frage ist, was man mit ihnen tut. Kann man sie zusammenführen, analysieren und objektive Entscheidungen treffen, um die Produktqualität zu verbessern und Zeitpläne zu verkürzen? Diese Möglichkeit gab es noch nicht. Es gab keine Serviceprogramme, mit denen man Farben verschiedener Chargen, Maschinen und Bediener einfach vergleichen konnte.“

 

Transparenz ist ein Punkt. Benutzerfreundlichkeit ein anderer. Dustins Team wollte webbasierte Serviceprogramme entwickeln, mit denen sie bisher unerreichte Einblicke in ihre Produktionsdaten erhielten. Nach der ersten Einrichtung sollten Modemarken und Lieferanten vom sofortigen Zugriff auf Aktualisierungen und einer einfachen Benutzerverwaltung profitieren.

 

Ach, und natürlich wollten sie das Ganze in etwas mehr als einem Jahr verwirklichen.

 

„Was in einem Land funktioniert, funktioniert nicht in jedem anderen“

 

Aber konnte das Team es schaffen? Um das herauszufinden flog Dustin anderthalb Monate um die Welt und sprach über das Konzept seiner Lösung, die wir heute als das Color Lifecycle Management von Datacolor kennen. Er lernte die vielen Mitarbeiter von Datacolor kennen und sah vor Ort ihre Leidenschaft dafür, die Kundenerwartungen zu erfüllen.

 

„Was in einem Land funktioniert, funktioniert nicht in jedem anderen“, erklärt er. „Und genau das wissen unsere Teammitglieder auf der ganzen Welt sehr gut. Sie halten sich an unsere weltweite Unternehmensstrategie und setzen sie für ihren Markt vor Ort um. Sie passen diese an die Bedürfnisse der Modemarken und Lieferanten der jeweiligen Region an, von Europa über Südamerika bis nach Asien.“

 

Neue Herausforderungen und offensive Zeitpläne

 

Fragt man Dustin allerdings nach der Entstehungsgeschichte von Color Lifecycle Management, erzählt er nie von seiner eigenen Arbeit. Er spricht vom Software-Entwicklungs-Team, das aus einer Tafelskizze „eine Lösung entwickelt hat, die genau so dynamisch ist, wie wir es wollten, und genau unseren Vorstellungen entspricht.“

 

Dann erzählt er von Milagros Watts, der seit knapp 30 Jahren Teammitglied bei Datacolor ist und über enormes Wissen in den Bereichen Anwendungen und Produktmanagement verfügt. „Bei unserer Gegenüberstellung von Altem und Neuem war Milagros zur Stelle und achtete darauf, dass meine Vorschläge problemlos mit unserer bestehenden Software und unseren Instrumenten kompatibel sind“, so Dustin.

 

Seiner Ansicht nach forderte dieser Ansatz „Alt trifft Neu“ ihn und seine Kollegen stärker heraus, als sie je erwartet hatten. Doch er zeigte auch, was sie gemeinsam erreichen konnten.

 

„Wir alle wollten etwas Neues entwickeln, anstatt einfach ein paar Funktionen zu einem bestehenden Produkt hinzuzufügen. Schließlich geht es um keine kleine Optimierung“, sagt er. „Einerseits versuchten wir, Qualitätsverfahren und individuelle Fachkenntnisse zu respektieren und dabei gleichzeitig offensive Zeitpläne einzuhalten, die wir für ein neues Produkt so noch nicht kannten.“ Er schätzt, dass allein im letzten Jahr über 50 Personen darauf hingearbeitet haben, Color Lifecycle Management zur Marktreife zu bringen.

 

Wenn er an die Arbeit denkt, die bereits für Color Lifecycle Management nötig war, stellt Dustin sofort klar, dass Datacolor hier zwar eine neue Grenze überschritten hat, sich dabei aber auf dieselben drei Säulen stützt, auf denen unsere Lösungen seit über 45 Jahren basieren: geringere Kosten, konstante Qualität und höhere Geschwindigkeit.

 

Weitere Informationen zu Color Lifecycle Management erhalten Sie unter datacolor.com/clm.