{"id":38840,"date":"2024-01-04T14:41:55","date_gmt":"2024-01-04T14:41:55","guid":{"rendered":"https:\/\/dev2024.spyder.datacolor.eu\/spyder\/blog\/reisefotografie-tipps-und-tricks-fuer-kontrastreiche-motive\/"},"modified":"2024-01-04T14:41:59","modified_gmt":"2024-01-04T14:41:59","slug":"reisefotografie-tipps-und-tricks-fuer-kontrastreiche-motive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.datacolor.com\/spyder\/de\/blog\/reisefotografie-tipps-und-tricks-fuer-kontrastreiche-motive\/","title":{"rendered":"Reisefotografie: Tipps und Tricks f\u00fcr kontrastreiche Motive"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Sommerzeit ist Reisezeit und damit auch Hochkonjunktur f\u00fcr Natur- und Reisefotografie. Doch wer kennt das nicht: die wundersch\u00f6ne idyllische Altstadtgasse ist bei der Sichtung zuhause entweder teilweise im Schatten versunken oder der Himmel und die D\u00e4cher sind \u00fcberbelichtet. F\u00fcr viele Hobbyfotografen, und das passiert zum Teil auch erfahrenen Fotografen, ist das eine Entt\u00e4uschung, da die Aufnahme in keinster Weise dem entspricht was man gesehen hat.   <\/p>\n<p><strong>Wie bekommt man aber besonders kontrastreiche Motive mit einen Kontrastumfang von ca. 14-15 Blenden in den Griff?<\/strong><\/p>\n<p>Viele Motive in der Reise- und Landschaftsfotografie weisen einen starken Kontrast auf. Unser Auge kann hohe Kontraste in einem gewissen Umfang durch Adaption ausgleichen. Der darstellbare Kontrastumfang (= Dynamikbereich) eines Bildsensors einer Digitalen Kamera hingegen ist sehr begrenzt, genauso wie der Dynamikbereich von Monitoren, Fotopapier oder Druckerzeugnissen. Ein Kontrastumfang des Motives von ca. 8-9 Blenden kann problemlos dargestellt werden. F\u00fcr einen erfahrenen Fotografen, der exakt belichtet und eventuell einen kalibrierten Monitor verwendet, sollte ein Kontrastumfang von 10-11 Blenden kein all zu grosses Problem darstellen. Wie bekommt man aber besonders kontrastreiche Motive mit einen Kontrastumfang von ca. 14-15 Blenden in den Griff? Von diesen \u201eProblemmotiven\u201c gibt es in der Reisefotografie sehr viele: Gegenlichtaufnahmen, aber auch Motive wie idyllische Sonnenunterg\u00e4nge am Meer oder Landschaften im Hochgebirge weisen hohe Kontraste auf.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;38788&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Eine wichtige Regel ist, starke Kontraste \u00fcberhaupt erst zu vermeiden. Viele Profifotografen fotografieren Landschaften ausschlie\u00dflich in den fr\u00fchen Morgenstunden oder sp\u00e4tnachmittags bis Abends, da das Licht w\u00e4hrend dieser Zeit wesentlich weicher ist. Lange Schatten werden vermieden wenn die Sonne im R\u00fccken des Fotografen steht. Bei Gegenlichtaufnahmen sollte man darauf achten das Hauptmotiv vor einem dunklen Hintergrund zu positionieren, da sich in diesem Fall der hohe Kontrast lediglich als heller Lichtsaum um das Hauptmotiv bemerkbar macht. Lange Schatten k\u00f6nnen zwar gestalterisch sehr ansprechend sein, aber man sollte darauf achten dass die Schatten gen\u00fcgend Zeichnung haben. Je nach Kameramodell kann der Kontrastumfang des Motivs entweder \u00fcber Kontrastmessung oder Histogramm \u00fcberpr\u00fcft werden. Ist der Kontrastumfang h\u00f6her als 10 oder 11 Blenden, sollten die nachfolgend beschriebenen Techniken angewandt werden.      <\/p>\n<p><strong>Verlaufsfilter<\/strong><\/p>\n<p>Ein klassisches Hilfsmittel f\u00fcr kontrastreiche Landschaftsfotografie, wie beispielsweise Motive in Hochgebirgen, ist der Verlaufsfilter. Damit kann der Himmel exakt belichtet werden, gleichzeitig erh\u00e4lt das Motiv im Vordergrund gen\u00fcgend Licht und wird nicht unterbelichtet. Verlaufsfilter gibt es in Neutralgrau, aber auch in verschiedenen Farben, meist in gelb oder orange-farbenen Abstufungen. Verlaufsfilter waren vor allem in der analogen Landschaftsfotografie nicht wegzudenken. Die Digitale Fotografie bietet durch Bracketing, HDR und RAW-Push andere M\u00f6glichkeiten, so dass die Verlaufsfilter heutzutage etwas an Bedeutung verloren haben.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;38798&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>Bracketing\/HDR<\/strong><\/p>\n<p>Bracketing (automatische Belichtungsreihenaufnahmen) und HDR basieren auf der Idee mit verschiedenen Belichtungen starke Kontraste in den Griff zu bekommen. Bei HDR werden Belichtungsreihen von der Kamera zu einem Bild zusammengef\u00fcgt, bei der Bracketing-Methode m\u00fcssen die Belichtungsreihen sp\u00e4ter in einem Bildbearbeitungsprogramm manuell bearbeitet und zusammengef\u00fcgt werden. Bei HDR hat das resultierende Bild oft einen etwas k\u00fcnstlichen, manchmal sogar reliefartigen Charakter. Die Bracketing-Methode ist zwar aufw\u00e4ndiger, aber daf\u00fcr erh\u00e4lt man mit ein wenig \u00dcbung optimale Ergebnisse. Moderne Kameras bieten ausgefeilte Bracketing-Funktionen: man kann die Anzahl der Belichtungsreihe w\u00e4hlen, aber auch die Abweichung der Belichtung mit einer Genauigkeit von Drittel-Blendenstufen einstellen. Als Ausgangswert empfiehlt sich eine Belichtungsreihe von 3 Bildern mit einer Abweichung von jeweils einer Blende. F\u00fcr die Belichtungsreihe ist nicht unbedingt ein Stativ erforderlich, da das Bild auch mit der Reihenbildaufnahme (z.B. 6 oder 8 Bilder\/Sekunde) aufgenommen werden kann. Dabei nimmt die Kamera automatisch die eingestellte Anzahl der Aufnahmen mit der gew\u00e4hlten Belichtungskorrektur auf (in diesem Beispiel 3 Bilder -1\/0\/+1 Blende) auf. Im Bildbearbeitungsprogramm k\u00f6nnen die Belichtungsreihen automatisiert als Ebenen \u00fcbereinander gelegt und exakt positioniert werden. Im letzten Schritt werden mit geeigneten Auswahlwerkzeugen die Belichtungsreihen ineinanderkopiert. Der Vorteil: der Fotograf hat den Kontrastumfang komplett im Griff, im Extremfall bis zu beispielweise 7 Aufnahmen mit jeweils Drittelblenden-Belichtungsunterschieden. Der Nachteil: je nach Motiv kann diese Methode sehr aufw\u00e4ndig sein, und diese Methode eignet sich nicht f\u00fcr bewegte Motive (Meeresbrandung, starker Wind und B\u00e4ume, Personen im Bild).[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;38828&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Beispielfoto, Fischerboote bei Sonnenuntergang, Malawi-See: Autobracketing, 3 Belichtungen -1\/0\/+1 EV, manuell in Photoshop kombiniert<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>RAW-Push<\/strong><\/p>\n<p>Moderne Sensoren von Digitalen Kameras bieten einen unglaublichen RAW-Dynamikumfang mit bis zu knapp 15 Blendenstufen. Erreicht wird das durch ein extrem niedriges Bildrauschen, so dass Schattenbereiche sehr stark aufgehellt (\u201egepusht\u201c) werden k\u00f6nnen, ohne dass die Bildqualit\u00e4t extrem leidet. Wichtig ist, dass das nur f\u00fcr RAW-Aufnahmen gilt, wer also lediglich JPEG-Aufnahmen nutzt, kann hiervon nicht profitieren. Das Vorgehen ist sehr einfach: die Aufnahme wird auf die Lichter belichtet, was bei sehr starken Kontrasten zu zum Teil erheblich unterbelichteten Schattenpartien f\u00fchrt. Mit dem RAW-Konverter werden nun lediglich die Schatten aufgehellt, und das bei Bedarf sogar bis zu 4-5 Blendenstufen. Das Resultat ist ein korrekt belichtetes Bild mit guter Zeichnung in den Lichtern und in den Schatten, also vergleichbar mit der Bracketing-Methode. Die Vorteile: die Methode ist sehr einfach, es ist kein Stativ notwendig, es sind keine Belichtungsreihen notwendig, und es k\u00f6nnen auch bewegte Motive aufgenommen werden (was vor allem f\u00fcr Tierfotografen sehr interessant ist). Aber es gibt auch Nachteile: Der volle Dynamikumfang von bis zu knapp 15 Blenden steht nur bei ISO 100 zur Verf\u00fcgung, bei h\u00f6heren ISO-Werten verringert sich der nutzbare Dynamikbereich recht schnell. Durch die bewusste Unterbelichtung ist das Kontrollbild an der Kamera meist sehr dunkel und es empfiehlt sich deshalb zus\u00e4tzlich ein normal belichtetes Bild als Kontrolle f\u00fcr eventuelle sp\u00e4tere Farbkorrekturen aufzunehmen. Gr\u00f6\u00dfter Nachteil der Methode: bei genauer Betrachtung (100%-Ansicht) stellt man fest, dass die Schattenbereiche durch das Pushen ein h\u00f6heres Rauschverhalten als die Lichter des Bildes aufweisen. In der Regel stellt das zwar kein allzugrosses Problem dar, man muss aber dennoch eventuell in Kauf nehmen, dass Bildagenturen gegebenenfalls Bilder im Extremfall wegen zu hohem partiellem Bildrauschen abweisen, obwohl das Bild bei normaler Betrachtung scheinbar v\u00f6llig in Ordnung ist.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;38818&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die beschriebenen Techniken sind das tagt\u00e4gliche Handwerkszeug professioneller Landschaftsfotografen, aber mit etwas \u00dcbung kann auch jeder Hobbyfotograf diese Tipps recht einfach umsetzen. Wichtig ist, ein Gef\u00fchl f\u00fcr den Kontrastumfang der Motive zu entwickeln. Moderne Kameras unterst\u00fctzen dabei den Fotografen mit Hilfsmitteln wie Histogramm oder \u00dcber- und Unterbelichtungswarnungen. So sollte einer entspannten Reise nichts mehr im Wege stehen, und eventuelle sp\u00e4tere Entt\u00e4uschungen \u00fcber Fehlbelichtungen bei kontrastreichen Motiven geh\u00f6ren hoffentlich der Vergangenheit an.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;38808&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator][vc_empty_space][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;38199&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor &#8211; Dietmar Temps<\/strong><\/p>\n<p>Dietmar Temps ist diplomierter Medien- und Photoingenieur sowie ausgebildeter Fotograf mit \u00fcber 20 Jahren Berufserfahrung in der Medienbranche. Er lebt in K\u00f6ln, Deutschland. Seine ersten beruflichen Schritte in der Fotografie konnte er als Fotoassisent in ganz Europe sowie in Amerika sammeln. Im Anschluss studierte er Photo- und Medientechnik an der Technischen Hochschule K\u00f6ln. Aktuell liegt sein Hauptaugenmerk auf der Realisierung von Foto- und Internetprojekten mit einem starken Fokus auf Reisefotografie, Social Networking und Video Streaming.    <\/p>\n<p>Auf seinem Travel-Blog schreibt er \u00fcber seine Fotoreisen an die sch\u00f6nsten Flecken dieser Erde, die er in den zur\u00fcckliegenden Jahren unternommen hat. Darunter waren viele Reisen nach Afrika, S\u00fcd Amerika und Asien. <\/p>\n<p>Auf seiner Webseite finden sich zahlreiche Foto-Serien seines fotografischen Schaffens das in Bildb\u00e4nden, Magazinen und Travel Blogs ver\u00f6ffentlicht wurde.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Website:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/dietmartemps.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dietmartemps.com\/<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Email:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"mailto:dietmar.temps@gmail.com\">dietmar.temps@gmail.com<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Facebook:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/dietmar.temps\">https:\/\/www.facebook.com\/dietmar.temps<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Instagram:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/dietmartemps\">https:\/\/www.instagram.com\/dietmartemps<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Flickr:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/deepblue66\">https:\/\/www.flickr.com\/photos\/deepblue66<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>500px:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/500px.com\/dietmartemps\">https:\/\/500px.com\/dietmartemps<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Sommerzeit ist Reisezeit und damit auch Hochkonjunktur f\u00fcr Natur- und Reisefotografie. 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