{"id":39251,"date":"2024-01-16T16:03:06","date_gmt":"2024-01-16T16:03:06","guid":{"rendered":"https:\/\/dev2024.spyder.datacolor.eu\/spyder\/?p=39251"},"modified":"2024-01-31T09:45:31","modified_gmt":"2024-01-31T09:45:31","slug":"farbkorrektur-in-videos-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.datacolor.com\/spyder\/de\/blog\/farbkorrektur-in-videos-teil-2\/","title":{"rendered":"Farbkorrektur in Videos &#8211; Teil 2 \u2013 Die einfache M\u00f6glichkeit zu konstanten Farben"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Warum sieht mein Bild eigentlich auf jedem Monitor anders aus? Und wie schaffen es Coloristen, dass es \u00fcberall gut aussieht?<\/p>\n<p>Die Farbkorrektur, insbesondere das <strong>&#8222;Display-Referred Color Grading&#8220;<\/strong>, spielt eine entscheidende Rolle in der Film- und Postproduktion. Es bezieht sich darauf, wie Farben auf dem Bildschirm wiedergegeben werden, und steht im Gegensatz zum <strong>&#8222;Scene-Referred Color Grading&#8220;<\/strong>, das sich auf Farben in der realen Welt bezieht. Obwohl das Display-Referred Color Grading eine tolle M\u00f6glichkeit der<\/p>\n<p>Farbkorrektur bietet, sind damit auch einige Herausforderungen verbunden, die nicht immer einfach zu bew\u00e4ltigen sind.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;39252&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Beispielhafte Darstellung Display Reffered Color Grading mit Kalibriertem Display<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]<strong>Farbkonstanz zwischen verschiedenen Displays:<\/strong><\/p>\n<p>Ein und dasselbe Bild kann auf verschiedenen Monitoren unterschiedlich erscheinen, was zu inkonsistenter Farbinterpretation f\u00fchrt. Das n\u00e4chste Mal, wenn Sie durch Media Markt, Saturn oder Expert gehen, achten Sie mal genau auf die unterschiedlichen Darstellungen der Farben in der Fernsehabteilung. Manche Ger\u00e4te sind deutlich gr\u00fcnlicher vom Bild her, als andere, wieder andere sind bl\u00e4ulich und manche besitzen deutlich \u00fcbers\u00e4ttigte Farben und \u00fcbertriebene Kontraste.<\/p>\n<p>Genau da zeigt sich das Problem, das wir als Filmemacher &#8211; oder Content Creator haben, n\u00e4mlich einen optimalen Zwischenweg f\u00fcr all diese verschiedenen Bildschirme und die daraus folgenden farblichen Problemen zu finden.<\/p>\n<p><strong>Unsere Augen t\u00e4uschen vor was gar nicht ist!<\/strong><\/p>\n<p>Gehen wir mal davon aus, dass unser Monitor, auf dem wir unser Bildmaterial farblich bearbeiten wollen, einen starken Gr\u00fcnstich hat und wir uns bei der Beurteilung unseres Filmes nur auf diesen verlassen. Dann werden wir in diesem Film, den wir auf dem eigenen Monitor als korrekt und sch\u00f6n empfinden, auf anderen Ger\u00e4ten einen Magenta-Farbstich feststellen.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;39262&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Visuell beurteilt auf Monitor mit Gr\u00fcnstich &#8211; \u00dcberkompensation Richtung Magent<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]Aber warum Magenta? Das geht einher mit der Verschiebung im Tint unseres Monitors. Durch den visuellen Gr\u00fcnstich, \u00fcberkompensieren wir bei reiner Betrachtung mit dem Auge mit der Verschiebung in Richtung Magenta. Auf unserem Display, sieht das dann alles bestens aus &#8211; wei\u00df ist wei\u00df, alle Hautt\u00f6ne sind sch\u00f6n, \u2026 &#8211; und wir sind mit dem Ergebnis zufrieden.<\/p>\n<p>Wenn wir endlich fertig damit sind, wird es Zeit, dass jetzt unseren Freunden auf dem Handy zu zeigen. Das Handy, auf dem wir es abspielen wollen, hat aber einen gegenteiligen Farbstich wie der Monitor, n\u00e4mlich einen starken Magenta-Farbstich. Unser Film, der vorher so wundersch\u00f6n auf unserem eigenen Monitor aussah, ist nun auf einmal eine totale Farb-Katastrophe.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;39272&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Beispielhafte \u201eEcht-Situation\u201c Wie ein solcher Fall auf einem Handy aussehen kann.<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]Das ist das absolute <strong>Worst Case Szenario<\/strong>, das eintreten kann. Denn was hier passiert, ist quasi eine Verdoppelung unseres Problems. Dadurch, dass wir durch unseren <strong>Nicht-kalibrierten Monitor<\/strong>, einen Magenta-Farbstich \u2013 unbewusst und unbeabsichtigt mit eingebracht haben, wurde dieser durch den Farbstich des Smartphones noch verst\u00e4rkt. Jetzt ist das Bild n\u00e4mlich nichtmehr nur leicht verf\u00e4rbt, sondern ganz.<\/p>\n<p><strong>Referenz Displays<\/strong><\/p>\n<p>Referenzdisplays, auch &#8222;Referenzmonitore&#8220; genannt, sind hochwertige Bildschirme, die speziell f\u00fcr die Farbkorrektur und das Grading in der Postproduktion von Bild- und Videomaterial entwickelt wurden. Diese Monitore zeichnen sich durch ihre hohe Farbgenauigkeit, Pr\u00e4zision und Konsistenz aus und dienen als verl\u00e4ssliche Referenz f\u00fcr die Farbwiedergabe w\u00e4hrend des gesamten Produktionsprozesses.<\/p>\n<p>Sie liefern, wenn sie auf den richtigen Standard kalibriert sind, eine sehr hohe Farbgenauigkeit, pr\u00e4zise Schwarz- und Wei\u00df-Werte und Kontraste und k\u00f6nnen kalibriert werden, wodurch die Farbwiedergabe konstant bleibt.<\/p>\n<p>Dadurch ist es uns m\u00f6glich, genau in der Mitte der breiten Masse aller Displays zu arbeiten. Wenn unser Bild auf diesem Monitor dann gut aussieht, stehen die Chance sehr gut, dass es auch auf anderen Endger\u00e4ten bestm\u00f6glich angezeigt wird.<\/p>\n<p>Wenn man sich auf dem Markt jedoch Displays mit diesen F\u00e4higkeiten anschaut, wird einem schnell bewusst, dass mit dieser Genauigkeit, auch extrem hohe Anschaffungskosten einher gehen.<\/p>\n<p><strong>Scene Reffered vs. Display Reffered<\/strong><\/p>\n<p>Eine g\u00fcnstigere und dennoch \u00e4u\u00dferst verl\u00e4ssliche L\u00f6sung, ist das Arbeiten mit <strong>Farbreferenz-Karten und Scopes<\/strong>. Dadurch ist es uns m\u00f6glich, das Bild nicht mehr nur objektiv mit dem Auge (auch <strong>Display Reffered<\/strong> genannt) zu beurteilen, sondern somit haben wir alle wichtigen Werkzeuge, das Bild datentechnisch zu beurteilen (auch <strong>Scene-Reffered<\/strong> genannt).<\/p>\n<p>Scene-Referred Color Grading bezieht sich auf eine Methode des Colorgradings, bei der die Farbkorrektur auf Informationen basiert, die aus der realen Welt oder der filmischen Szene entnommen werden. Anders ausgedr\u00fcckt bezieht sich diese Methode auf die Anpassung von Farben, Kontrasten und anderen Bildattributen unter Ber\u00fccksichtigung der urspr\u00fcnglichen Szene, die w\u00e4hrend des Filmens eingefangen wurde.<\/p>\n<p>Beim Scene-Referred Color Grading liegt der Fokus darauf, die visuellen Elemente des Originalmaterials so genau wie m\u00f6glich zu erhalten oder anzupassen, unabh\u00e4ngig davon, wie es auf einem bestimmten Anzeigeger\u00e4t erscheinen k\u00f6nnte.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;39282&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Scene Referred Color Grading mit Referenzkarte, schafft in Kombination mit den Scopes, einen akkuraten Ausgangspunkt f\u00fcr das Material<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]<strong>Farbreferenzkarten \u2012 die L\u00f6sung um Scene Referred zu arbeiten<\/strong><\/p>\n<p>M\u00f6glich ist diese Anpassung durch Farbkarten, die exakte Farb-Werte vorgeben, die dann im Nachhinein zu einer bestm\u00f6glichen Kalibrierung des Bildes genutzt werden k\u00f6nnen. Wichtig ist hier, die Aufnahme der Farbkarte in jeder neuen Lichtsituation. Dadurch kann man sich sicher sein, dass Wei\u00df immer auch Wei\u00df entspricht, und die Kontraste mithilfe der Graustufen optimal eingestellt werden k\u00f6nnen. Durch die dann erfolgende nachtr\u00e4gliche Kalibrierung des Bildes mit Hilfe von sogenannten Video-Scopes, kann man davon ausgehen, dass das Bild korrekt ist und kaum Farbstiche aufweist.<\/p>\n<p>Das Problem, das wir am Anfang mit dem doppelten Magenta-Stich hatten, ist somit kein Problem mehr. Unser Bild ist durch die Kalibrierung (Egal ob Display Reffered, oder Scene Reffered) jetzt m\u00f6glichst in der Mitte angesiedelt und sollte auf jedem Monitor gut aussehen. Somit k\u00f6nnen wir sicherstellen, dass eventuelle Farb-Problematiken nicht an unserer Bearbeitung liegen, sondern am genutzten End-Ger\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Traue niemals ausschlie\u00dflich deinen eigenen Augen!<\/strong><\/p>\n<p>Ich sage ganz gerne \u201eDas Auge kann uns anl\u00fcgen, aber Scopes l\u00fcgen niemals\u201c! Denn Scopes beurteilen Filme nicht subjektiv, so wie wir das tun, sondern objektiv \u2012 datenbasiert. Das ist einer der Gr\u00fcnde, weswegen ich bei jedem ColorGrading-Projekt, einen separaten Monitor nur mit Scopes habe, um zu jeder Zeit gegenchecken zu k\u00f6nnen, sodass Auge und Daten perfekt im Zusammenspiel sind. Denn nur so ist es mir m\u00f6glich, zu einem bestm\u00f6glichen Ergebnis f\u00fcr jedes Endger\u00e4t zu kommen.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;39292&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>verschiedene Arten von Scopes zur Datenbasierten Beurteilung von Bildmateria<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space]\r\n\t\t\t<div class=\"nm_btn_align_left\">\r\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.datacolor.com\/spyder\/de\/blog\/farbkorrektur-in-videos-teil-1-luts\/\" class=\"nm_btn nm_btn_md nm_btn_filled\">\r\n\t\t\t\t\t<span class=\"nm_btn_title\">Episode 1<\/span>\r\n\t\t\t\t\t<span class=\"nm_btn_bg\" style=\"background-color:#000000;\"><\/span>\r\n\t\t\t\t<\/a>\r\n\t\t\t<\/div>[vc_empty_space][vc_separator][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;38692&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor &#8211; Marco Schreiber<\/strong><\/p>\n<p>Marco Schreiber ist professioneller Videograf, Kameramann, Colorist und DaVinci Resolve-Trainer mit mehr als 10 Jahren Erfahrung. Angefangen mit TV-Produktionen hat er zudem umfangreiche Expertise und vielf\u00e4ltige Erfahrungen mit YouTube und Social Media. Aktuell ist er haupts\u00e4chlich f\u00fcr Unternehmen und im Bereich Sport t\u00e4tig.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Website:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/mco-media.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/mco-media.de<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Instagram:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/marco_schreiber\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.instagram.com\/marco_schreiber\/<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Youtube:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@MarcoSchreiber\">https:\/\/www.youtube.com\/@MarcoSchreiber<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Warum sieht mein Bild eigentlich auf jedem Monitor anders aus? 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