{"id":42321,"date":"2024-04-22T13:16:26","date_gmt":"2024-04-22T13:16:26","guid":{"rendered":"https:\/\/dev2024.spyder.datacolor.eu\/spyder\/blog\/makrofotografie-kleine-dinge-kreativ-portraetieren\/"},"modified":"2024-04-23T08:25:57","modified_gmt":"2024-04-23T08:25:57","slug":"makrofotografie-kleine-dinge-kreativ-portraetieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.datacolor.com\/spyder\/de\/blog\/makrofotografie-kleine-dinge-kreativ-portraetieren\/","title":{"rendered":"Makrofotografie \u2013 kleine Dinge kreativ portr\u00e4tieren"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Klassischerweise spielt sich Makrofotografie in einem Abbildungsma\u00dfstab von etwa 1:1 ab. Ein Bereich, den nur echte Makroobjektive mit ihrer sehr geringen Naheinstellgrenze (also bis zu welcher Mindestdistanz das Objektiv noch fokussieren kann) erreichen und der zwar technisch anspruchsvoll und interessant sein kann, f\u00fcr mich aber schnell seinen Reiz einb\u00fc\u00dfte. Vielmehr interessieren mich \u00e4sthetische Portraits von kleinen Dingen, weshalb ich technisch und bildgestalterisch einen anderen Weg der Nahbereichsfotografie favorisiere. <\/p>\n<p>Was die Fotografie im Nahbereich f\u00fcr mich so spannend macht, ist das Zusammenspiel von Sch\u00e4rfe und Unsch\u00e4rfe, das Erzeugen eines ansprechenden Bokehs und die Reduktion der Fokusebene auf das Wesentliche. Zus\u00e4tzlich zur Lichtst\u00e4rke des verwendeten Objektivs ist dabei je nach Motivgr\u00f6\u00dfe auch die Naheinstellgrenze und Brennweite, also die maximal m\u00f6gliche Vergr\u00f6\u00dferung wichtig. Daher nutze ich f\u00fcr diese Art der Fotografie besonders gerne Portrait- und Teleobjektive.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42146&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42156&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42166&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42176&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>Die passende Brennweite<\/strong><\/p>\n<p>Der namensgebende Einsatzbereich von Portraitobjektiven \u2013 die People-Fotografie \u2013 wird durch eine geringe Naheinstellgrenze deutlich erweitert und macht sie auch in der Naturfotografie sinnvoll einsetzbar. Notfalls erh\u00f6he ich die \u201eMakrof\u00e4higkeit\u201c durch den Einsatz von Zwischenringen oder Telekonvertern. Gerade im Fr\u00fchjahr und Fr\u00fchsommer, wenn \u00fcberall die ersten Pflanzen sprie\u00dfen und zu bl\u00fchen beginnen und die Schmetterlinge und Libellen ihre Hochphase haben, reichen mir meist Abbildungsma\u00dfst\u00e4be ab 1:5 aus, um diese etwas gr\u00f6\u00dferen Motive in ihrem Mikrokosmos zu portraitieren.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;42199&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42189&#8243; img_size=&#8220;1024&#215;640&#8243; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42209&#8243; img_size=&#8220;1024&#215;640&#8243; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Gerade bei Motiven im Wald, in Situationen, in denen man nicht beliebig seinen Standort w\u00e4hlen kann und vor lauter gr\u00fcnem Wirrwarr der bodennahen Vegetationsschicht auch nicht jede Aufnahmedistanz Sinn macht, muss man flexibel sein. Entweder in der Wahl des \u201erichtigen\u201c Motivs, also dem an der perfekten Stelle wachsenden Motiv oder in der Wahl der passenden Brennweite. Eine schon geringf\u00fcgig l\u00e4ngere Brennweite kann f\u00fcr das zur Verf\u00fcgung stehende Vordergrundbokeh einen gro\u00dfen Unterschied machen. Je k\u00fcrzer die Brennweite, desto n\u00e4her muss ich ran an das Motiv und desto weniger Vegetation steht mir zwischen Objektiv und Motiv als Gestaltungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr einen weichen, unscharfen Vordergrund zur Verf\u00fcgung.   <\/p>\n<p>Um eine Harmonie aus Vordergrundunsch\u00e4rfe und Hintergrundunsch\u00e4rfe zu erreichen, hilft meist nur, viel auszuprobieren und penibel die Perspektivoptionen auszutesten. So k\u00f6nnen mit unterschiedlichsten Brennweiten sehr ansprechende, bokehlastige Bildkompositionen gefunden werden. Gerade zu Bl\u00fcten passt ein sehr weiches, verspieltes Bokeh, eine zarte Unsch\u00e4rfe, die mit dem Hauptmotiv harmoniert und dem Motiv gen\u00fcgend Raum l\u00e4sst.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42220&#8243; img_size=&#8220;640&#215;1024&#8243; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42240&#8243; img_size=&#8220;640&#215;1024&#8243; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]In Situationen, in denen ein gro\u00dffl\u00e4chiger, kontrastreicher Hintergrund als \u201eKulisse\u201c f\u00fcr das Motiv dienen soll, nutze ich eher k\u00fcrzere Brennweiten ab ca. 85mm, so z. B. bei Motiven am Waldboden. F\u00fcr Makromotive auf offener Flur nutze ich sehr gerne lange Telebrennweiten, um durch den engeren Bildwinkel den Himmel ausblenden zu k\u00f6nnen und meine Bildkomposition sauberer und ruhiger zu gestalten. Das Motiv passgenau in einem Unsch\u00e4rfekreis zu platzieren, ist mit Telebrennweiten meist auch deutlich einfacher. F\u00fcr diese Art der Fotografie lasse ich die Blende fast immer vollkommen offen. Auch bei komplett ge\u00f6ffneter Blende ist die Sch\u00e4rfe heutiger Objektive auch im Nahbereich und bis an die Bildr\u00e4nder meist absolut top.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;42250&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42260&#8243; img_size=&#8220;640&#215;1024&#8243; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42270&#8243; img_size=&#8220;640&#215;1024&#8243; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>Die gelungene Bildkomposition<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte die kleinen Motive in ihrem Lebensraum portraitieren, sodass in der Unsch\u00e4rfe erahnbar wird, wie faszinierend harmonisch sich Motiv und Umwelt zur Natur vereinen. Damit das Motiv nicht von dem Licht und Schattenspiel im Hintergrund geschluckt wird, ist eine penible Perspektivwahl und Nutzung des Motivkontrastes n\u00f6tig. Ich w\u00e4hle meine Perspektive m\u00f6glichst so, dass hinter meinem Hauptmotiv der hellste Bereich des Hintergrundes und des gesamten Bildausschnitts zu liegen kommt \u2013 der Motivkontrast dort maximal wird. Bei Gegenlichtsituationen eigenen sich hierf\u00fcr z. B. kontrastreiche Unsch\u00e4rfekreise wie beim Portrait des Schneegl\u00f6ckchens oder die Lichts\u00e4ume \u201ehaariger\u201c Motive wie bei den K\u00fcchenschellen und Schl\u00fcsselblumen, um den Kontrast und somit die Aufmerksamkeit zu erh\u00f6hen. Nicht immer reicht es dabei aus, die Perspektive zu wechseln. Oft f\u00fchrt auch nur ein Wechsel der Brennweite zum Ziel.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;42290&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][vc_single_image image=&#8220;42280&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Ich m\u00f6chte zu allen Bildseiten einen weichen Abschluss und keine scharfen oder besonders kontrastreichen Strukturen, die den Blick an den Bildrand f\u00fchren. Der Blick des Betrachters soll m\u00f6glichst lange im Bild, auf dem Hauptmotiv bleiben. Gerade ein weicher unterer Bildabschluss ergibt sich mit Tele- oder Portraitobjektiven automatisch, wenn man die Kamera auf den Boden \u2013 zu dem Motiv \u2013 legt.  <\/p>\n<p>Die penible Ausrichtung der Kamera, also das Suchen einer perfekten optischen Achse, die Vordergrund, Motiv und Hintergrund in Einklang bringt und f\u00fcr einen homogenen Bildlook sorgt, ist nicht ganz einfach, die M\u00fche zahlt sich aber immer aus.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_separator][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;42310&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor &#8211; Daniel Spohn<\/strong><\/p>\n<p>Daniel Spohn ist als Fotograf, Fotoreiseleiter und Biologe weltweit auf der Suche nach einzigartigen und spannenden Motiven. Fotografie bedeutet f\u00fcr ihn die intensive Auseinandersetzung mit seinem Motiv, seiner Umgebung und den auf sie wirkenden Lichtstimmungen. Ob Afrika, Australien oder der Polarkreis, seine Vorliebe f\u00fcr atemberaubende Landschaften, beeindruckende Tierwelt sowie intakte, h\u00e4ufig bedrohte Natur zieht ihn immer wieder in die abgeschiedenen Regionen unserer Erde. Auch die \u201eWildnis\u201c vor seiner Haust\u00fcr in Deutschland und Europa hat es ihm angetan. Seine Bilder erz\u00e4hlen von der Fragilit\u00e4t des Augenblicks und als Vortragsreferent und Fototrainer gibt er seine Erfahrung gerne weiter.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 15px;\"><strong>Website:<\/strong><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.danielspohn.de\/\">https:\/\/www.danielspohn.de\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/naturimfokus.com\/\">https:\/\/naturimfokus.com\/<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Klassischerweise spielt sich Makrofotografie in einem Abbildungsma\u00dfstab von etwa 1:1 ab. 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